Konrad Adenauer Platz


Eine Umgestaltung des Konrad Adenauer Platzes muss unbedingt den Erhalt des kompletten Baumbestandes an die erste Stelle setzen. Das garantiert nicht nur Vorteile in Bezug auf die Optik, sondern auch hinsichtlich des Aufenthaltswertes dieses Platzes.  Die dort stehenden Platanen bieten in den Sommermonaten kühlenden Schatten für Reisende und Wartende und verbessern die Luftwerte der Stadt, die niemals von evtl. nachgepflanzten Bäumchen zu erreichen wären.

Dies ist nicht einen Frage des Geschmacks, sondern steht übergeordnet für ein Umsetzen von zeitgemäßer Klimapolitik  in einer Stadt wie Düsseldorf mit dramatisch schlechten Luftwerten.

Konrad 1

Konrad 2

Besonders deutlich zeigte sich die Bedeutung des Baumbestandes im vergangenen Sommer: Sie boten Schutz vor der Sonne  und ohne sie wäre es zu einer unerträglichen Hitze auf dem Platz gekommen. Baumschatten und Sauerstoff in der Innenstadt sind unerlässlich für das Mikroklima. Insbesondere vor dem Bahnhof warten viele Menschen auf Anschlussverbindungen. Kein noch so edles Wartehäuschen könnte ihre Wirkung ersetzen, erst recht nicht, wenn es aus Glas wäre. Denn der Prozess der Wasserverdunstung über die grünen Kronen, also die Phytomasse, sorgt für erträglichere Temperaturen in Bodennähe.

Das Tor zur Stadt ist nur mit Bäumen attraktiv, ihr Verlust  auf dem Bahnhofsvorplatz hingegen würde selbst im Falle der Pflanzung neuer, kleiner Bäume zu einer deutlichen Verringerung der Aufenthaltsqualität führen . Keine aufwändige und teure Gestaltung des Platzes mit etwaigem Wasserbrunnen oder einer helleren Asphalt-Farbe könnten einen Ausgleich schaffen. Der Platz würde weder zum Verweilen einladen noch ein optisch einladendes „Tor zur Innenstadt“ bieten.