Konrad Adenauer Platz


     

Gegen die Erfordernisse der Zeit: Geplante Fällungen am Konrad Adenauer Platz

Die Frühlings- und Sommermonate werden von Jahr zu Jahr trockener und heißer. Klimaforscher bestätigen, dass  das vor allem Städten mehr zu schaffen macht als ländlichen Regionen. Da sich mit der Versieglung von Straßen und Plätzen die Hitze immer mehr staut, kommt Grünflächen und Bäumen mit ihrem kühlendem Schatten und Wasserverdunstung als Ausgleich eine entscheidende Bedeutung für das Stadtklima zu. Danach wird sich die Stadtplanung der Gegenwart und Zukunft richten müssen.

Mitnichten scheint dies allerdings der Fall am Konrad Adenauer Platz  vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof, wo geplant ist, an so einer zentralen und viel besuchten Stelle 39 vitale Bäume für den Umbau zu fällen.

Die Baumschutzgruppe Düsseldorf ist schon seit dem Projekt “Entwicklungsgebiet Innenstadt Süd-Ost” kurz EKISO 2008 an dem Thema. Damals wurden engagierte Bürger*innen regelrecht aufgefordert, sich an den Planungen zu beteiligen. „Wir haben Veranstaltungen dazu besucht und immer wieder die Forderung des Erhalts aller Platanen im Rahmen der Umbaumaßnahmen kundgetan. Auch an der Online-Bürgerbeteiligung haben wir teilgenommen, die allerdings erhebliche technische Fehler aufwies und damit gar nicht jedem Bürger ohne Probleme zugänglich war und keine tragfähigen Resultate brachte. Wir haben zusammen mit Fachleuten dezidierte Stellungnahmen an die Baudezernentin Cornelia  Zuschke formuliert  und hatten noch im letzten Jahr Gespräche mit dem Stadtplanungsamt, bei denen man zugesagt hatte, die Planungen in Richtung Baumerhalt nochmals zu  prüfen“, berichtet……. Zudem fand am 25. Oktober im vergangenen Jahr gemeinsam mit Fridays for Future die DEMO FÜR DAS STADTKLIMA statt, um so auf den Erhalt  des so wichtigen Baumbestandes am Konrad-Adenauer-Platz aufmerksam zu machen.

Ein Skandal ist nun, dass schon im Januar zwischen Bahn und Stadtverwaltung die Unterschriften getätigt wurden und erst jetzt im Mai öffentlich gemacht werden. Nicht nur die Baumschutzgruppe, sondern auch politische Vertreter bekommen also aus Zeitung ein ´Ergebnis` präsentiert, aus dem deutlich hervorgeht, dass nicht ein Baum stehenbleiben soll.  Jetzt soll alles so von den Ratsgremien “abgesegnet” und dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden –  bevor ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet wird!

In Zeiten großer Trockenheit und Hitze, die sich über Monate zieht und mit Corona ist nochmal deutlicher geworden wie wichtig es ist und sein wird, den Klimaveränderungen zu begegnen: ganz bestimmt nicht mit Fällungen von vitalen alten Platanen mitten im Zentrum und dem vorgeblichen Ersatz durch Lolipop Bäumchen.











PM Baumschutzgruppe bittet Umweltministerin Svenja Schulze um Auskunft zum Stand des “Masterplans Stadtnatur” und hinterfragt in diesem Kontext baupolitische Pläne in Düsseldorf am Konrad Adenauer Platz

Umweltministerin Svenja Schulze regte im vergangenen Jahr die Erstellung eines Masterplans Stadtnatur an, wobei sie betonte, wie unverzichtbar diese für die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist. Eine lebendige Stadt hat ihrer Meinung nach ein gutes Klima und hohe Luftqualität. Sie plant die Integration von Naturschutzbelangen in die Sanierungsprogramme des Bundes.

Aus Anlass der Presseerklärung der Umweltministerin vom 2. April dieses Jahres zum notwendigen Erhalt der Biodiversität und dem Schutz von Ökosystemen, hat die Baumschutzgruppe Düsseldorf nachgefragt, wie der momentane Stand des Masterplans Stadtnatur mittlerweile ist und inwieweit sie die Forderungen zum Erhalt alter und großer  Bäume als expliziten Punkt darin aufgenommen hat.

Zusätzlich wiesen wir darauf hin, dass derzeit in der Landeshauptstadt Düsseldorf 39 Großbäume, vitale Platanen, mitten im Stadtzentrum auf dem Konrad Adenauer Platz vor dem Hauptbahnhof radikal für eine notwendige Renovierung beseitigt werden sollen. Dabei könnten sie erhalten bleiben. Und gerade sie sind es, die der sich stauenden Hitze  auf versiegelten  Straßen und Plätzen  mit ihrem kühlendem Schatten und ihrer Wasserverdunstung eine ausgleichende Wirkung für ein erträgliches Stadtklima entgegenhalten könnten. Neupflanzungen mit ihrer viel geringeren Blattmasse können auf Jahrzehnte nicht eine annähernde Funktion erfüllen.

(http://baumschutzgruppe-duesseldorf.de/konrad-adenauer-platz/)

An diesem aktuellem Beispiel  wird gezeigt, wie wichtig eine Vorgabe aus dem Bundesumweltministerium innerhalb des Masterplans Stadtnatur wäre, die  den Erhalt der vorhandenen Stadtnatur und ihrer Großbäume priorisiert. Masterplan Stadtnatur aktuell








Bitte liebe Leser, nehmt Eure Stimme wahr und kontakiert die Politiker, die ihr kennt und die mit den Plänen und Entscheidungen bei der Stadtverwaltung befasst sind. Der beabsichtigte Weg ist, über Beschlüsse der Gremien des Rates die Gestaltung des Konrad Adenauer Platzes zu beschließen und erst dann ein B-Planverfahren einzuleiten. 
Bitte mailt an diejenigen, die miteinscheiden werden, und natürlich auch an den Oberbürgermeister Thomas Geisel.

Nicht erst am 25. Oktober im vergangenen Jahr machten wir gemeinsam mit Fridays for Future mit der DEMO FÜR DAS STADTKLIMA auf den so wichtigen Baumbestand am Konrad-Adenauer-Platz aufmerksam. Wir haben in Briefen, Mails und persönlichen Treffen mit Cornelia Zuschke und deren MitarbeiterInnen viele Aspekte dargelegt, wie wichtig die Bäume vor Ort sind und mit welchen Maßnahmen man sie erhalten kann. Immer wieder wurden wir beschwichitgt, unsere Anregungen würden aufgenommen. Im Januar dann wurden zwischen Bahn und Stadtverwaltung die Unterschriften getätigt, und jetzt erst im Mai an die Öffentlich keit gebracht. Geht man so mit engagiertzen Bürger*innen um, die im Rahmen des EKISO Projektes regelrecht aufgefordert waren, sich an den Planungen zu beteiligen? Wir haben seit 2008 regelmäßig unseren Standpunkt zum Baumerhalt und damit zum Schutz des Stadtklimas dokumentiert. Mit Corona ist nochmal deutlicher geworden wie wichtig es ist und sein wird, den Klimaveränderungen zu begegnen: ganz bestimmt nicht mit Fällungen von vitalen alten Platanen mitten im Zentrum und dem vorgeblichen Ersatz durch Lolipop Bäumchen.

DEMO FÜR DAS STADTKLIMA           

Ständig wird darüber diskutiert, was  für ein besseres Klima getan werden müsste. Wir haben zusammen am Freitag, den 25.Oktober 2019 nicht nur geredet, sondern auch etwas getan: Wir haben unsere Baumpatensprüche an den 28 Platanen am Konrad-Adenauer-Platz angebracht und damit sowohl sichtbar gemacht, welche Bäume bei der Neugestaltung weggeplant sind, als auch inhaltlich auf deren mehrfache Bedeutung für das Stadtklima und Mensch und Tier hingewiesen. Diese Bilder sind nun in der Welt und veranschaulichen zahlreichen ahnungslosen Bürger*innen die Folgen des Vorhabens. Unser Ziel: Eine Änderung der Pläne zur Neugestaltung mit unbedingtem Baumerhalt.

 Zusammen mit den vielen Teilnehmer*innen von Fridays for Future Düsseldorf hat die Baumschutzgruppe mit Aktionen und Vorträgen den Fokus auf den unbedingten Erhalt aller 28 vor Ort stehenden Platanen gelenkt. Baum- und Umweltschützer*innen waren zahlreich gekommen.

Damit wurde gemeinsam für das Klima in der Stadt, in der wir leben ein Zeichen  gesetzt!!

Und das sagen die Baumpat*innen:

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

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© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

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© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

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© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

© www.mutbuergerdokus.de: Baumschutzgruppe Düsseldorf: 'Demo für das Stadtklima'

Fotos: www.mutbuergerdokus.de 

DEMO FÜR DAS STADTKLIMA

    

Die Platanen am Konrad Adenauer Platz als Schattenspender im Hochsommer

Es wäre ein No-go , vitale alte Bäume für eine weitere Flächenversiegelung zu opfern.

So wie es in den KOOP Vereinbarungen 2014-2020 steht, erwarten die Menschen von den verantwortlichen Politikern, zu dem zu stehen, was sie versprochen haben, nämlich sich „für der Erhalt von Bäumen als ein vorrangiges Ziel des Planens und als Bestandteil des Wertesystems beim Bauen vorrangig“ (ebenda S.11) einzusetzen und hier gegenüber der Bundesbahn und der Rheinbahn bei der Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes auf den Erhalt des gesamten Baumbestandes zu bestehen.

Denn eine Neugestaltung  mit allen Bäumen ist durchaus möglich, wie wir schon mehrmals dem Stadtplanungsamt vorgetragen haben.

Klimaschutz beginnt nicht irgendwo auf der Welt,

sondern direkt vor unserer Haustür, an dem Ort, in der Stadt, in der wir leben. 

 

Der Konrad Adenauer Platz –

das (noch) grüne Eingangstor in unsere Stadt

   Die Platanen im Herbst

*       *       *       *       *

April 2019

Die 28 Platanen auf dem Konrad Adenauer Platz vor dem Hauptbahnhof müssen bei der Umgestaltung erhalten bleiben

Oberbürgermeister Thomas Geisel äußerte in Bezugnahme auf die Neuordnung des Konrad Adenauer Platzes, dass es notwendig sei, dort “aufzuräumen”.  Demnach sieht auch der Siegerentwurf für die Neugestaltung des Platzes die Rodung aller vorhandenen Platanen vor, die im Anschluss mit der Pflanzung von Bäumchen, nämlich der japanischen Kirsche, ersetzt werden sollen.

Schon lange bevor erste Planungen öffentlich wurden, wies die Baumschutzgruppe (bereits 2013 auf der EKISO Veranstaltung im Central) darauf hin, dass der Erhalt des Baumbestandes im Fokus stehen müsse und es keinen Grund gebe, den Platz leerzuräumen. Einen Ersatz sollen dann japanische Kirschen schaffen, wozu selbst Beuys Schülerin Tita Giese äußert, dass dies exotische Bäume seien. Sie haben nichts mit heimischen Gehölzen zu tun und als Arten mit doppelter oder gefüllter Blüte, produzieren sie weder Nektar noch Pollen. Und das in einer Stadt wie Düsseldorf, die für Artenvielfalt wirbt.

Zudem darf eine bauliche Umgestaltung keineswegs zum Nachteil des vorhandenen Grüns und ohne Berücksichtigung der bekannten Fakten zum Stadtklima realisiert werden.

Ganz im Gegenteil:  beim derzeitigen Stand der der Pläne zum Konrad Adenauer Platz bleibt auch der Anspruch der NutzerInnen und BürgerInnen auf Aufenthaltsqualität unberücksichtigt, der momentan durch die vorhandenen großen Platanen – einerseits durch deren Optik als auch den kühlenden Schatten und ihren positiven Auswirkungen auf die Luftwerte in diesem Stadtteil – gegeben ist und niemals durch kleinwüchsige nachgepflanzte Bäumchen zu erreichen wäre.

Diesbezügliche Erwägungen sind nicht eine Frage des architektonischen oder gestalterischen Geschmacks, sondern stehen übergeordnet für einen Anspruch zeitgemäßer Klimapolitik, der von Seiten der Verantwortlichen unbedingt einzubeziehen ist, gerade im Hinblick auf das Stadtklima und natürlich auf Besucher oder Anwohner dieses zentralen Ortes.

Die Ansammlung fremder Pflanzenarten zum Beispiel  bei Tita Gieses Kunstprojekten wie auf dem Ernst Reuter – oder dem Stresemann Platz zeigen deutlich, dass dort der bedenklichen Situation der Insekten in unserer (städtischen) Umwelt gar nicht Rechnung getragen wird. Denn diese haben gar nichts von den gepflanzten Bambus- und Gräserarten. Und auch den Stadtbewohner*Innen geben diese Fremden aus ökologischer Sicht kaum etwas, da sie die Wassermenge an Verdunstung großer Bäume lange nicht erreichen, geschweige denn ersetzen können.

Man stelle sich die Hitze des Sommers 2018 vor und eine Wartesituation vor dem Hbf ohne den kühlenden Schatten der dort stehenden Platanen… Dieses Szenario könnte in der Zukunft Wirklichkeit werden, denn bei den Neuplanungen ist der Erhalt der Bäume nicht geplant.

Aus diesem Grunde hat sich die Baumschutzgruppe an die Baudezernentin Cornelia Zuschke gewandt.

Juli 2019

Sehr geehrte Frau Zuschke,
am 23.01. durften wir in Ihrem Hause ein Gespräch mit Ihren Mitarbeiterinnen Frau Rekowski und Frau Heßmer führen. Dabei wurde uns mitgeteilt, dass der gewählte Siegerentwurf der Ausschreibung zur Gestaltung des Konrad Adenauerplatzes erneut überarbeitet und auch der Erhalt der Bäume einer weiteren Prüfung unterzogen werden wird.
Wir möchten Ihnen nochmals unsere Sorge um die schönen großen Schattenspender am Konrad-Adenauer-Platz vortragen.
Wettbewerbsergebnisse der Neugestaltung mangelhaft Da seit der Beendigung des Wettbewerbs keine weiteren Planungen bekannt wurden, müssen wir davon ausgehen, dass im Zuge der Neugestaltung des KAP alle großen Bäume entfernt werden sollen. Diese könnten nicht in gleicher Weise durch Neupflanzungen ersetzt werden.

Wir wiederholen hier schriftlich unsere Gründe für einen Erhalt der Platanen: Die Aufenthaltsqualität auf dem KAP würde sich ohne die großen Schatten- und Sauerstoffspender verschlechtern und die Gesundheit der Menschen beeinträchtigen. Am Anfang eines wohl ebenso heißen Sommers wie im vergangenen Jahr 2018 wird deutlich, welche Bedeutung die großen Platanen für alle haben, die jeden Tag von und nach Düsseldorf pendeln und in der Hitze auf die Anschlüsse der Rheinbahn mit Bus und Straßenbahn auf dem KAP warten müssen; die Fahrgäste der Rheinbahn suchen unter den Bäumen Schutz vor der Sonneneinstrahlung.
Schattenspendende Platanen nicht fällen Als eine Begründung für das Entfernen der Platanen in Höhe der Bismarckstraße / Alnaturafiliale wird der Wunsch der Rheinbahn genannt, die Haltestellen für die zwei Straßenbahngleise in nördlicher und südlicher Richtung entsprechend ihrer Fahrrichtungen zu trennen. Dabei wurde leider nicht berücksichtigt, welche Folgen dies für die Nutzung des Platzes durch behinderte oder geheingeschränkte Personen nach sich ziehen würde.
Aufzüge zu den Bahnsteigen befinden sich im Nordeingang Für diese Personengruppe nämlich ist der Nordeingang von besonderer Wichtigkeit, da sich dort die Aufzüge zu den Bahnsteigen befinden. Ortsunkundige Personen würden zunächst durch den Haupteingang gehen, um dort festzustellen, dass sie von da aus nur über die Rolltreppen zu den Bahnsteigen kommen. Ein gehbehinderter Mensch, der aus südlicher Richtung kommend auf den neuen Bahnsteigen der Rheinbahn mit der Straßenbahn ankommen würde, müsste mit der Verlegung dieser Haltstelle den ganzen KAP von Süd nach Nord queren, um in den Nordeingang zu kommen.
Heutige Haltstellenanordnung ist optimal Heute haben die Rheinbahnnutzer*Innen den gleichen Weg sowohl zum Haupt- wie zum Nordeingang, aus welcher Richtung auch immer sie mit der Straßenbahn ankommen.
An dieser Stelle sind die vorgelegte Planung des Wettbewerbs neu zu überarbeiten und der Schutz der Bäume sowie die Belange der geheingeschränkten Personengruppe in den Fokus zu rücken. Die Haltestellen beider Fahrrichtungen zusammenzuhalten, wie es heute verwirklicht ist, hat
zusätzlich den Vorteil, dass Besucher, die aus dem Bahnhof kommen keine Orientierungsschwierigkeiten haben, um ihre Straßenbahnhaltestelle zu finden. Mit einer Trennung der Haltestellen müssten lange Wege in Kauf genommen werden, wenn irrtümlich der falsche Bahnsteig gewählt würde. Insbesondere für gehbehinderte Personen würde das eine zusätzliche Erschwernis bedeuten.
Platanen vor dem Nordeingang In den Gesprächen mit Ihren Mitarbeiterinnen, wurde uns als Begründung für die Fällung der Bäume vor dem Nordeingang genannt, dass diese dem Bau einer Tiefgarage im Wege stünden. An Parkhäusern oder Garagen jedweder Größe rund um den Bahnhof mangelt es aus unserer Sicht jedoch nicht und Sie werden uns zustimmen, dass der weitere Bau einer Tiefgarage nicht notwendig ist, da die vorhandenen nicht ausgelastet sind. So ist z.B. das Parkhaus auf der hinteren Seite des Hauptbahnhofs so schlecht belegt, dass einige Etagen an eine Firma vermietet sind, die dort ihre Wagen parkt, bevor sie weiterverkauft werden. Für diesen Zweck wurde das Parkhaus sicherlich nicht gebaut. Darüber hinaus wäre es nicht notwendig, einen Tiefgaragen-Neubau so nah, wie geplant, an das denkmalgeschützte Hauptbahnhofgebäude heranzuführen, denn nach Mitteilung Ihres Dezernates wäre die Rheinbahn damit einverstanden, den Platz unter den vorhandenen Gleisen zwischen der Karlstraße, an der neuen Stadtbibliothek vorbei bis zur Worringer Straße zu unterbauen.
MIV in eine neue TG mit zwei Zufahrten Karl- und Worringer Straße Eine solche Möglichkeit, den motorisierten Individualverkehr (MIV) vollständig in eine überdeckte Etage, vergleichbar einer großen Tiefgarage z.B. unter den Düsseldorfer Arkaden oder dem Kö-Bogen II, zu bringen, sollte aus unserer Sicht geprüft werden. Städtebaulich wäre es sicherlich zu begrüßen, denn damit würden nur noch die Busse der städtischen – und überregionalen Linien den KAP oberirdisch an- oder durchfahren. Der Besucherverkehr, die Taxis und der Anlieferverkehr für die Gastronomie im Hauptbahnhof und das neue Hotel könnten zudem nicht nur von der Worringer Straße aus, sondern auch von der Karlstraße aus angefahren werden. Das KAP1 wird in Zukunft durch die Zentralbibliothek, das FFT und das Kinder- und Jugendtheater im Central eine Vielzahl an Kindern und Jugendlichen erwarten. Damit sie sich gefahrlos zwischen diesen kulturellen außerschulischen Bildungsorten bewegen können, sollte der MIV dort minimiert werden. Es bleibt uns unverständlich, warum die Neugestaltung des KAP die MIV-Anfahrt des Hauptbahnhofs ausschließlich vom Norden vorsieht, denn dann müssten der gesamte MIV und die Taxis über das Nadelöhr Worringer Straße fahren, was sicherlich zu einigem Unmut führen wird.
Alle Bäume auf dem KAP sind zu erhalten Unsere Anliegen haben wir von Anbeginn des Planungsprozesses vorgebracht, nur leider fanden sie bisher zwar Berücksichtigung bei der Wettbewerbsausschreibung allerdings nicht bei den vorgelegten Wettbewerbsergebnissen. Wir bitten Sie gegenüber der Bundesbahn, als Hauptinvestor bei der Neugestaltung des für Düsseldorf so wichtigen Konrad-Adenauer-Platzes, auf den Erhalt des gesamten Baumbestandes zu bestehen.
Erhalt der Bäume ist alternativlos Alle Bäume auf diesem Platz tragen entscheidend für ein angenehmes Klima im umliegenden Stadtquartier bei und können nicht durch eine Neupflanzung, wie es das Baugesetzbuch vorsieht, ersetzt werden. Hier sind der Baumerhalt und die Anpassung der Planung in der Tat alternativlos. Bisher wurden nur die Interessen der Rheinbahn und der Deutschen Bahn bei den Planungen einer Neugestaltung berücksichtigt.
Es ist uns wichtig, dass Sie als Vertreterin der Stadt die Interessen der Düsseldorfer Bürger*Innen in die Verhandlungen einbringen und damit dem Klimaschutz, dem Schutz der Bevölkerung vor Überhitzung und im Sinne einer möglichst gastfreundlichen Gestaltung dieses wichtigen Eingangstores der Stadt Sorge tragen.

Wir bitten Sie, uns das Ergebnis der Gespräche mit der DB und der Rheinbahn mitzuteilen.
Wir stehen für ein erneutes Gespräch, möglicherweise mit erweitertem Teilnehmer*Innenkreis gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Baumschutzgruppe Düsseldorf

Sehr geehrte Frau Zuschke,

beim Rundgang in der Ausstellung der prämierten Wettbewerbsergebnisse zur Umgestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes im Düsseldorfer Rathaus drängte sich uns die Frage auf, warum unsere Eingabe zur Umgestaltung des Wettbewerbs im Vorfeld keine Beachtung gefunden hat. Keiner der Gestaltungsentwürfe sieht den vollständigen Erhalt der großen Platanen auf dem Konrad-Adenauer-Platz vor, den wir bereits vor Jahren mündlich und schriftlich thematisiert haben:

„Eine Umgestaltung des Konrad Adenauer Platzes muss unbedingt den Erhalt des kompletten Baumbestandes an die erste Stelle setzen. Das garantiert nicht nur Vorteile in Bezug auf die Optik, sondern auch hinsichtlich des Aufenthaltswertes dieses Platzes.  Die dort stehenden Platanen bieten in den Sommermonaten kühlenden Schatten für Reisende und Wartende und verbessern die Luftwerte der Stadt, die niemals von evtl. nachgepflanzten Bäumchen zu erreichen wären.

Dies ist nicht einen Frage des Geschmacks, sondern steht übergeordnet für ein Umsetzen von zeitgemäßer Klimapolitik  in einer Stadt wie Düsseldorf mit dramatisch schlechten Luftwerten.“

  1. Baumerhaltende Gestaltungsalternativen

Wir möchten Sie im Folgenden bitten, zu erläutern, warum der Baumverlust durch das Stadtplanungsamt hingenommen würde und bisher keine anderen Planungen vorliegen.

Dabei gibt es durchaus Alternativen, die allen Anforderungen der Eigentümer und beteiligten Gesellschaften gerecht werden könnten, ohne  aber die Bäume zu entfernen.

Vorweg ist es uns wichtig, auf den ökologischen Beitrag der großen Platanen für das Klima im direkten Umfeld des Hauptbahnhofs hinzuweisen und deren wesentlichen Anteil für die Aufenthaltsqualität vor Ort. Dies zeigte sich besonders deutlich im vergangenen Sommer, da nur sie Schutz vor der Sonne boten (siehe beiliegende Bilder). Ohne sie  wäre  es zu einer unerträglichen Hitze auf dem Platz gekommen. Baumschatten und Sauerstoff in der Innenstadt sind unerlässlich für das Mikroklima. Insbesondere vor dem Bahnhof warten viele Menschen auf Anschlussverbindungen. Kein noch so edles Wartehäuschen könnte den Baumschatten ersetzen, erst recht nicht, wenn es aus Glas  wäre. Denn der Prozess der Wasserverdunstung über die grünen Kronen, also die Phytomasse, sorgt für erträglichere  Temperaturen in Bodennähe.

Baumgruppe vor dem Nordeingang des Bahnhofs

Nach unseren Informationen sei der Erhalt dieser Bäume aufgrund eines geplanten Hochhausbaus mit Tiefgarage nicht möglich.
Wir haben zum einen Zweifel, ob es städtebaulich eine richtige Entscheidung ist, zwischen das Kino und das Bahnhofsgebäude ein Hochhaus zu platzieren,  denn dadurch würde das Erscheinungsbild des Bahnhofs mit seinem Turm stark beeinträchtigt.
Zum anderen ist es aber, unabhängig von dem geplanten Bau an dieser Stelle, nicht nachvollziehbar, warum noch mehr Platz und Raum  für Autos vor dem Hauptbahnhof  geschaffen werden sollte, seien es Kurz- oder Langzeitparkplätze. Der Aufenthaltsqualität des Platzes käme dies nicht zugute.

Weiter heißt es in der Beschreibung des gesamten Projektes, dass es beabsichtigt sei, den nördlichen Teil des Immermann Hofs abreißen zu lassen, um die Sichtachse vom Bahnhof in die Immermannstraße wieder zu öffnen. Dies sei gerade im Hinblick auf die Planung des Hochhauses von Bedeutung. Eine durch den Abriss des Immermann Hofes frei werdende Fläche bis zur Karlstraße würde doch ein Baufeld schaffen, das sicherlich eine mehrstöckige Tiefgarage und damit mehr Fahrzeuge als die kleine Fläche vor dem Nordeingang des Bahnhofs aufnehmen könnte.
Damit würde sich die Fällung der Platanen erübrigen, für die es aus ökologischer Sicht im Anschluss kaum Ersatz gäbe, da in dem geringen Pflanzensubstrat auf einer Tiefgaragendecke nur kleine Bäume gedeihen könnten.

In diesem Zusammenhang erlauben wir uns, auf Folgendes hinzuweisen:
Wir konnten in Erfahrung bringen, dass sich auf Höhe der östlichen Fahrbahngrenze der Karlstraße fertig gestellte Bauten im Untergrund befinden, die als Zufahrt eines vor ca. 50 Jahren geplanten Tunnels unter dem Bahnhof gedacht waren. An diese bereits bestehenden großen Bauwerke im Erdreich könnte die Tiefgarage anschließen und eine der Zufahrten am Bahnhof bilden.

Baumgruppe links vom Eingang des Bahnhofs zwischen den Rheinbahngleisen

Die Bahnsteige der  Straßenbahn sind so positioniert, dass Fußgänger, egal ob sie den Haupt- oder den Nordausgang des Bahnhofs benutzen oder ob sie in nördlicher oder südlicher Richtung weiterfahren wollen, dieselbe Weglänge zurücklegen müssen. Von daher  erschließt es sich uns nicht, warum die beiden Fahrtrichtungen getrennt werden sollen.
Dadurch würden  sich für die Reisenden, die im Süden mit der Straßenbahn ankommen und über den Nordeingang auf die Bahnsteige für den Regional- und Fernverkehr wollen, viel längere Wege ergeben.

Wurde solch eine Fragestellung bzgl. der Länge der Gehwege bei der Prämierung der eingereichten Gestaltungsentwürfe berücksichtigt? Wenn die Haltstellen an ihrem heutigen Standort (zwischen Haupt- und Nordaus- und Eingang) belassen würden, müssten die Gleise nicht vollständig umgebaut  und damit auch nicht die zwei Platanengruppen entfernt werden.
Aber auch wenn das Ziel der getrennten Bahnsteige weiterhin verfolgt würde, könnte eine Gleisveränderung ohne Baumfällungen umgesetzt werden. Zahlreiche Hochbahnsteige der Rheinbahn z.B. in den linksrheinischen Stadtteilen zeigen, dass sich die Anlage der Bahnsteige und der Baumerhalt bzw. auch Neubepflanzungen nicht ausschließen (siehe Bild Haltestelle Heerdter Sandberg).

Wie soeben dargestellt, gibt es eine Alternative zu den Vorschlägen der Planungsgruppen und Gremien für die Umgestaltung des Konrad Adenauer Platzes. Warum also wurde der Baumerhalt nicht als Vorgabe bei der Planausschreibung berücksichtigt?

Wir bitten daher um eine Stellungnahme zu alternativen Planungen in diesem Sinne. Hier möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass wir von Anfang an und mehrfach den Aspekt des Baumerhalts thematisiert und von Ihnen auch die Rückmeldung der Berücksichtigung unseres Anliegens erhalten haben.

  1. Das Tor zur Stadt ist nur mit Bäumen attraktiv

Uns ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass der Verlust nahezu sämtlicher Bäume auf dem Bahnhofsvorplatz selbst im Falle der Pflanzung neuer, kleiner Bäume zu einer deutlichen Verringerung der Aufenthaltsqualität führen würde. Keine aufwändige und teure Gestaltung des Platzes mit etwaigem Wasserbrunnen oder einer helleren Asphalt-Farbe könnten den Verlust alter Bäume ausgleichen. Der Platz würde weder zum Verweilen einladen noch ein optisch einladendes „Tor zur Innenstadt“  bieten.

  1. Bürgerbeteiligung

Es gibt keinen öffentlicheren Ort als den Platz vor dem Bahnhof,  da  ihn nahezu jeder Bürger der Stadt (oft täglich) nutzt. Gewichtige Aspekte wie Aufenthaltsqualität und Stadtklima sind im Sinne des Gemeinwohls besonders auch dort zu berücksichtigen.

Es hat zum Konrad-Adenauer-Platz zwar eine Bürgerbeteiligung gegeben, wie auch Veranstaltungen im Januar 2014 im Theater Central im Rahmen des EKISO (Entwicklungskonzeptes Innenstadt Süd Ost). Im Nachgang bestand die Möglichkeit auf der Webseite des Planungsamtes Eingaben zu machen, wovon wir auch Gebrauch gemacht haben. Wir weisen darauf hin, dass es seinerzeit große Schwierigkeiten gab, sich auf der Webseite einzuloggen. Man brauchte ein gutes Durchhaltevermögen, sehr viel Zeit und noch mehr Geduld. Erst nach einer umständlichen Registrierung, konnte man seinen Kommentar abgeben.

Offensichtlich aufgrund dieses komplizierten technischen Verfahrens lagen am Ende nach unserer Kenntnis wohl auch nur knapp über 30 Eingaben vor.  Eine bürgerfreundliche Beteiligung müsste einfacher gestaltet werden. Im Vergleich dazu gab es wohl 30 000 Klicks auf der Webseite  zum Blau-Grünen Ring und hierzu 4.000 Eingaben mit Vorschlägen.

So fragt es sich, wie repräsentativ und ausreichend die abgelaufene Form der Bürgerbeteiligung tatsächlich war und ob es zum Verlust von Eingaben aus der Bürgerschaft gekommen ist, weshalb vielleicht auch unsere Eingabe im Rahmen der IT-gestützten Bürgerbeteiligung keine Berücksichtigung fand. Sollte dies der Fall  sein, wäre eine Wiederholung des Prozederes erforderlich, um eine ausreichende Mitsprache der Bürger bei diesem wichtigen Projekt zu gewährleisten.

Die Anliegen der Stadtgesellschaft und nicht in erster Linie die Interessen des Investors sollten bei der Umsetzung höchste Priorität haben. Die Bahn ist noch nicht an der Börse. Daher ist sie immer noch ein Staatsbetrieb, der allen Bürgern gehört. So muss die Bahn auch Rücksicht auf die städtischen Belange und Forderungen nehmen.

Herzlichen Dank für eine baldige Beantwortung unseres Schreibens im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen,

Andrea Vogelgesang , Silvia Droste-Lohmann , Uli Schürfeld

Eine Umgestaltung des Konrad Adenauer Platzes muss unbedingt den Erhalt des kompletten Baumbestandes an die erste Stelle setzen. Das garantiert nicht nur Vorteile in Bezug auf die Optik, sondern auch hinsichtlich des Aufenthaltswertes dieses Platzes.  Die dort stehenden Platanen bieten in den Sommermonaten kühlenden Schatten für Reisende und Wartende und verbessern die Luftwerte der Stadt, die niemals von evtl. nachgepflanzten Bäumchen zu erreichen wären.

Dies ist nicht einen Frage des Geschmacks, sondern steht übergeordnet für ein Umsetzen von zeitgemäßer Klimapolitik  in einer Stadt wie Düsseldorf mit dramatisch schlechten Luftwerten.

Konrad 1

Konrad 2

Besonders deutlich zeigte sich die Bedeutung des Baumbestandes im vergangenen Sommer: Sie boten Schutz vor der Sonne  und ohne sie wäre es zu einer unerträglichen Hitze auf dem Platz gekommen. Baumschatten und Sauerstoff in der Innenstadt sind unerlässlich für das Mikroklima. Insbesondere vor dem Bahnhof warten viele Menschen auf Anschlussverbindungen. Kein noch so edles Wartehäuschen könnte ihre Wirkung ersetzen, erst recht nicht, wenn es aus Glas wäre. Denn der Prozess der Wasserverdunstung über die grünen Kronen, also die Phytomasse, sorgt für erträglichere Temperaturen in Bodennähe.

Das Tor zur Stadt ist nur mit Bäumen attraktiv, ihr Verlust  auf dem Bahnhofsvorplatz hingegen würde selbst im Falle der Pflanzung neuer, kleiner Bäume zu einer deutlichen Verringerung der Aufenthaltsqualität führen . Keine aufwändige und teure Gestaltung des Platzes mit etwaigem Wasserbrunnen oder einer helleren Asphalt-Farbe könnten einen Ausgleich schaffen. Der Platz würde weder zum Verweilen einladen noch ein optisch einladendes „Tor zur Innenstadt“ bieten.