Klimaschutz


Ein Friday in den Ferien und viele sind for the Future gekommen. Nicht nur die Einhaltung der Klimaziele und der Ausstieg aus der Kohle waren Thema, sondern auch eine anstehende Veränderung von Ess- und Konsumgewohnheiten, denn nur damit und mit erneuerbaren Energien lässt sich etwas fürs Klima tun. In diesem Sinne wurde über Veganismus und zudem über Fragen zum Stadtklima, zur Biodiversität und dem Artenschutz gesprochen.

 

    

Fridays-for-the-future Teilnehmer unterschreiben analog die Petition der Baumschutzgruppe „artenschutz-und-biodiversitaet-bluetenpflanzen-wachsen-lassen“

 

 

 

 

AWISTA Mähauftrag stoppen

Hier sind die wesentlichen Punkte der Baumschutzgruppe zum Umgang mit dem Stadtgrün zu entnehmen:

Zeitgemäße Forderungen für einen besseren Schutz des Grüns in Düsseldorf – Erkenntnisse zum Erhalt der Artenvielfalt umsetzen
Sehr geehrte Frau Stulgies, sehr geehrte Frau Holtmann-Schnieder, wir erachten den Erhalt der Artenvielfalt und einen sorgsamen Umgang mit dem Stadtgrün, wie Wiesen und Sträucher, insbesondere aber mit Großbäumen, als einen zentralen und zeitgemäßen Aufgabenbereich nachhaltiger Politik.
AWISTA-Aktion „Sauberes Düsseldorf“ ersatzlos beenden Für die Artenvielfalt in einem Stadtraum, insbesondere für das Vorkommen von Tag- und Nachtfaltern sind die Blütenpflanzen wichtig. Gerade von ihnen ernähren sich die Insekten. Das Bemühen als Beitrag zur Biodiversität die Bevölkerung aufzufordern Wildblumensamen auszusähen, steht in Widerspruch zu der im Frühjahr 2018 begonnene Aktion „für Sauberkeit in der Stadt “. Dabei wurden nicht nur wertvolle Wildblumen niedergemäht, sondern auch Glockenblumen, Königskerzen oder Stockrosen an Hauswänden, die die Bewohner mit großer Sorgfalt zwischen dem Bordsteinpflaster groß gezogen hatten oder an Orten wie z.B. auch Parkplätzen, wo die Verkehrssicherheit keinesfalls beeinträchtigt war. Gerade aus ökologischen Gesichtspunkten heraus, sollte sich solch eine Kampagne im Jahr 2019 nicht wiederholen. Ein zeitgemäßes Erfordernis liegt im Erhalt eines lebenswerten Stadtraums und nicht dem Entsprechen eines Sauberkeitsbegriffes aus den Jahren der Beton- und Asphaltkultur.
Dieses Schreiben wird aus Gründen des Umweltschutzes und der Ressourcenschonung ausschließlich auf dem
elektronischen Wege versandt. Unter www.baumschutzgruppe-duesseldorf.de finden Sie weitere Dokumente.
Prüfung auf Vogelnester und vorhandene Insekten Eine Prüfung auf Vogelnester und vorhandene Insekten, die unter besonderem Schutz stehen, sollte vor jeder Fällung durch sachkundige MitarbeiterInnen des Gartenamtes durchgeführt und bei Feststellung einer Besiedlung die Fällung verschoben werden. So kann die Wiederholung eines Missgeschickes, wie bei der Abholzung des sogenannten „Bienenbaumes“ im Ostpark vermieden werden, in dem sich zu diesem Zeitpunkt ein Bienenvolk befand, das mit der Fällung des Baumes starb. Eine Absperrung des Baumes hätte Besucher davon abgehalten sich dem instabilen Baum zu nähern und eine fachmännische Umsiedlung des Bienenvolkes wäre möglich gewesen.
Alle Fällungen müssen dem Gartenamt gemeldet werden. Auch vor zwei Jahren zeigte sich, am Beispiel der Metro-Bäume an der Reuterkaserne eine mangelnde Sensibilität für (Groß)bäume. Erst mit den Protesten durch Anwohner, die die Bäume nach dem Sturm Ela gespendet hatten, wurde über die Presse nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch das zuständige Amt über die unnötige Fällung der großen neu gepflanzten Bäumen informiert.
Auch auf einem Privatgrundstück in Lörick wurde der gesamte Baum- und Strauchbestand abgeräumt, ohne dass das zuständige Gartenamt im Vorhinein darüber informiert war. Es wurden diesbezüglich nur geringe Strafen ausgesprochen, eine vom Eigentümer gewünschte vollständige Beseitigung des Grüns wurde nachträglich sogar genehmigt. Dabei ist der Erhalt, insbesondere alten Baumbestandes angesichts der Erfordernisse im Klimaschutz und bei der Anpassung an den Klimawandel wichtiger denn je. Es ist daher notwendig andere Verwaltungsabteilungen, also nicht nur Umwelt- und Gartenamt mit einzubeziehen, damit sich Ereignisse des letzten Jahres wie am Fürstenplatz nicht wiederholen. Die dortigen Fällungen von Großbäumen und der Rückschnitt von Sträuchern wurden nicht nur ohne Kenntnis des zuständigen Amtes vorgenommen, sondern auch mitten in der Brut- und Schonzeit.
Mit freundlichen Grüßen
Uli Schürfeld Andrea Vogelgesang Silvia Droste-Lohmann

 

 

 

Baumschutzgruppe betont die Wichtigkeit der Baumpflege und des Erhalts im Rahmen des Klimaschutzes

 

Sehr geehrte Frau Cardeneo,

wie in dem WZ Artikel „Was die Stadt nach dem extremen Wetterjahr für den Klimaschutz tut“ vom 3.1.2019 zu lesen war, werde die Stadt im neuen Jahr einige Maßnahmen zum Klimaschutz und der Klimaanpassung ergreifen. Ein dementsprechender „Aktionsplan zur Verschattung und Abkühlung stark frequentierter öffentlicher Räume“ in Form von Wasserzerstäubern sei vorgelegt worden und mit Baumpflanzungen und Hochbeeten solle der Hitze auf hochversiegelten Stadtplätzen entgegengewirkt werden.

Zu diesem Aktionsplan möchten wir als  Baumschutzgruppe einen Beitrag leisten, der nach unserer Kenntnis bisher nicht erwähnt wurde. Neben der Neupflanzung von Bäumen ist es unserer Meinung nach genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, die vorhandenen Großbäume zu erhalten und ihre Vitalität und ihr Wachstum durch gezielte Maßnahmen zu unterstützen. Schon aufgrund ihrer viel größeren Phytomasse leisten sie einen weitaus höheren Beitrag in der Klimaanpassung als es junge, neu gepflanzte Bäume in ihren ersten Jahren (Jahrzehnten) können.

Diese besondere Leistung großer alter Bäume für das urbane Klima sollte mit einem ganzen Kapitel in dem Klimaanpassungskonzept gewürdigt werden. Dies ist auch deswegen wichtig, da in der planerischen und verkehrspolitischen Praxis die Belange der Bäume bisher keine Rolle spielen. Dort wird vornehmlich aus der Perspektive der Wahrung der Verkehrssicherheit oder des Lärmschutzes argumentiert, was meist zur Folge hat, dass sie gefällt werden.

Die  Kooperationsvereinbarungen 2014-2020 beschreiben hingegen die „Ziele unserer Stadtentwicklungsplanung“ mit folgenden Worten:
„Die Folgen des Sturms „Ela“ zeigen, dass der Erhalt von Bäumen als ein vorrangiges Ziel des Planens und als Bestandteil des Wertesystems beim Bauen vorrangig zu berücksichtigen ist. Ziel ist es, den Erhalt von Bäumen schon im  Vorentwurfsstadium zu beachten.“
Wir sehen die Planungen zum Klimaschutz und der Klimaanpassung als einen Teil der Stadtentwicklungsplanung.

Im Widerspruch zu den hier genannten Zielen steht das Vorgehen bei vielen Bauvorhaben, wie sich auch bei der Neuplanung des Konrad Adenauer Platzes am Hauptbahnhof deutlich zeigt.
Dort soll der gesamte Bestand ca. 40 Jahre alter Bäume beseitigt werden. Gerade hier aber halten sich tagtäglich besonders viele „klimasensitive Bevölkerungsgruppen“, wie in dem Artikel beschrieben, auf.
Wie schon oben erwähnt würden Neupflanzungen, von meist kleineren Bäumen, auf viele Jahre keinen Ersatz für die großen Platanen erbringen können.
Daher bitten wir Sie, diesen wichtigen Aspekt der „Verschattung und Abkühlung“ durch die vorhandenen Bäume in die noch laufenden Planungen auf dem Konrad Adenauer Platz einzubringen.

Wie wir in vielen Gesprächen mit Fachleuten und auch aus dem Gartenamt erfahren konnten, geht es den Großbäumen im Stadtgebiet nicht gut. Verdichtungen in ihrem Wurzelraum durch parkende Fahrzeuge oder die übermäßige Anwendung von Streusalz in den Wintermonaten schädigen insbesondere Straßenbäume stark und sie werden in ihrer Vitalität, sich gegenüber Schädlingen zu „wehren“ beeinträchtigt.
Wir erachten es daher für notwendig, auch und gerade für die Fragen der Klimaanpassung, neben den vorhandenen Plänen die Perspektive des Baumerhalts  einzubeziehen und zu entwickeln.
Ein „Masterplan Baumerhalt“ würde den Fokus auf die leistungsfähigsten „Klimamacher“ in unserer Stadt lenken und den Bäumen die Aufmerksamkeit  geben, die sie schon lange verdient haben.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Uli Schürfeld                       Andrea Vogelgesang

Baumschutzgruppe Düsseldorf

 

 

Die Fußgruppe „Natürlich Jeck“

Der „Lebende Weihnachtsbaum“ und ein „Ed-Sheeran-Baum“ 

Die Fußgruppe »Natürlich Jeck« präsentierte sich auf dem Rosenmontagszug 2019 für »Umwelt ins Zentrum« (UIZ) – gleich mit einem doppelten Appell, nämlich sowohl ein Umwelthaus in zentraler Lage in Düsseldorf zu errichten als auch die immer dringlicher werdenden Umweltbelange ins Zentrum des Bewusstseins zu rücken. Mit dabei waren Naturschutzverbände und -gruppierungen (BUND, NABU,Lokale Agenda, Baumschutzgruppe, Naturfreunde Düsseldorf etc.) und ebenso die ganz jungen Menschen der „Fridays for Future“ Bewegung: an diesem Tag sozusagen  eine gemeinsame „Monday for Future“ Aktion.

Auf den Klimawandel, den Kohleausstieg, die bedrohte Artenvielfalt oder den Umgang mit Bäumen machten die Teilnehmer

als schützenswerte Lebewesen aus Flora und Fauna originell verkleidet wie zum Beispiel als Insekten, Würmer, Vögel oder Eichhörnchen, als ein Ed Sheeran-Baum und ein „Lebender Weihnachtsbaum“ rund um die selbstgebaute Großplastik eines Apfelbaumes, wie schon auf dem Rosenmontagszug 2018, aufmerksam.

Die „Kamelle“ wurden in umweltfreundlicher Form als Saatgut in Tütchen und fair gehandelte Schokolade in die Menge geworfen.

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Vorwurf zur Anstiftung zum Rechtsbruch
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet fordert Besetzer zur Räumung des Hambacher Forstes auf und sagt, Antje Grotehus animiere die Aktivisten mit der Forderung zu bleiben, zum Rechtsbruch. Illegale Besetzungen seien nicht akzeptabel. Auch wenn es dieses Jahr wegen der laufenden Gerichtsverfahren keine Rodungen im Hambacher Wald geben werde, wie er betont, bezog sich Antje Grotehus in einem Radiobeitrag auf Ankündigungen von radikalen Braunkohlebefürwortern, die mit Fällungen der Bäume im Hambacher Wald gedroht haben. Die Aktivisten im Wald begehen in ihrer Funktion als Wächter also wohl kaum einen Rechtsbruch. In keinem Verhältnis dazu steht vor allem auch der Verstoß des Ministerpräsidenten bzgl. eines verzögerten Kohleausstiegs im Hinblick auf die Generationengerechtigkeit und die Gerechtigkeit gegenüber Menschen, die heute schon aufgrund des Klimawandels unendliches Leid erfahren müssen.

Ebenso unvorstellbar die Äußerungen des NRW Ministers des Innern, Herbert Reul, in denen er das Vorgehen gegen den Drogenhandel im Ruhrgebiet in einem Atemzug mit den Baumschützern im Hambacher Forst nennt.

Um unsere Solidarität mit den „Wächtern des Hambacher Waldes“ auszudrücken, brachten wir ihnen Wasser und was zu Essen. Aber seht selbst auf dem Video.

 

HAMBACHER FORST

 

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Baumschutzgruppe Düssel-Dorf vorm Hambi-Dorf (Wiesen Camp)

Rodungsstopp  – 50 000 Menschen am 6. Oktober

EvaTo_ller_Andrea und am 13.9. vor dem Bauministerium

Klimaschutz bedeutet nicht nur den Aussstieg aus der Braunkohle, sondern auch Baumschutz, der auch bei den Erneuerbaren Energien mit an erster Stelle stehen sollte.

 

 

 

 

HAMBACHER FORST

 

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Am 30.9. mit über 10 000 Menschen beim Waldspaziergang

Kommt auch am 6. Oktober um 12 Uhr, Treffpunkt: Buir

 

 

 

Baumschutzgruppe schreibt an Ministerpräsident Armin Laschet:

Sehr geehrter Herr Ministerpäsident Laschet,
                                                                       wir fragen uns ernsthaft, wie man nicht nur mit umweltpolitischen Erfordernissen, sondern auch mit den Aktivisten im Hambacher Forst umgeht, jungen Menschen, die alles dafür einsetzen, um „das 12000 Jahre alte Waldstück“ zu retten, und damit ein Zeichen für die Driglichkeit  setzen, zum Wohl der Menschheit und der Ökologie nicht nur umzudenken, sondern auch zu handeln!
In unserem  Land müssen  Bürger und Unternehmen Feinstaubplaketten vorweisen, Dieselfahrverbote stehen an. Und Sie geben dem größten CO2 Produzenten NRWs, der RWE, die Erlaubnis zur Rodung des letzten alten Stückes Wald von 12.000 Jahren Bestand, obwohl der Braun-Kohleausstieg geplant und die Folgen des Klimawandels mit aller Macht spürbar sind.

Die Bundesregierung positioniert sich zwar mit Worten gerne als Klimaschützer. Deutschland bleibt aber immer noch größter Braunkohleförderer weltweit. Um diese klimaschädliche Stromerzeugung weiterzuführen, weitere unzählige Bäume zu fällen, ist ignorant und zeigt wie „ernst“ es um Taten zum Klimaschutz steht. Wie kann es also sein, dass Menschen, die sich FÜR etwas einsetzen, für den Erhalt so wichtiger Werte, die unbezahlbar sind und nicht mit Geld aufgewogen werden können, zu hochgefährlichen Randalierern stilisiert werden?

Was muss noch geschehen, damit in der Wirtschaft und in der Politik ankommt, was Klimaexperten längst dringlichst fordern?

RWE sägt auf dem Ast, auf dem sie selber sitzen, leider sitzen wir alle aber mit darauf und müssen Folgen tragen, gegen die wir eigentlich versuchen etwas zu tun! Respekt vor all denen, die sich seit Jahren mit Mut und Ausdauer für den Erhalt des Hambacher Forst einsetzen.

Eine Farce ist es, dass gerade erst vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung die bundesweiten Aktionstage „Wald bewegt“ (13. bis 16.9.) veranstaltet wurden, zu gewinnen war ein Wochenende im Baumhaus!! Und im Hambacher Forst werden Baumhäuser und der Wald brachial vernichtet.
Der Hambacher Forst ist für viele Menschen von großer Bedeutung und weder Betroffene, BürgerInnen aus ganz Deutschlandund noch die internationale Presse befürworten, dass hier das letzte Stück Wald  vernichtet werden soll.
Die Menschen können nicht nachvollziehen, dass die von ihnen gewählten Volksvertreter, die Rodung des Hambacher Forstes nicht sofort im Interesse der Bürger stoppen.
Herr Laschet, Sie haben es in der Hand: Schützen Sie bitte im Interesse unserer Kinder und Enkel und aller nachfolgenden Generationen, den Hambacher Wald vor der Rodung.
Mit freundlichen Grüßen,
Andrea Vogelgesang
im Namen der
Baumschutzgruppe Düsseldorf
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