Glasmacherviertel

Pressemitteilung Glasmacherviertel
Gerresheimer Bürger und Bürgerinnen reagieren betroffen und empört auf die Fällaktion am ehemaligen Glashüttengelände, berichtet die Baumschutzgruppe Düsseldorf.  Andrea Vogelgesang, Sprecherin der aktiven Gruppe: „Wir als Baumschutzgruppe sind von der kompletten Rodung ebenso überrascht worden wie die Anwohner*innen rund um das neue Glasmacherviertel.“                                      So äußert eine Anwohnerin, dass sie regelrecht schockiert von der radikalen Entfernung der Bäume sei. Nicht ein einziger Baum sei stehengeblieben. Insbesondere die Fällung der Pappeln wird beklagt, die als historische Pflanzung zu verstehen sind, nämlich als grüne Trennwand zwischen der Arbeitersiedlung und der Glashütte, ganz zu schweigen von ihrer Funktion als Schattengeber, Feinstaubfilter und einfach als ein Stück Natur.  So äußert Andrea Vogelgesang: „Wir haben vor Jahren schon Kontakt zur Patrizia (Bauherr) aufgenommen. Man hat uns immer wieder hingehalten mit der Begründung, auf dem Areal stünden sowieso keine Bäume.“ Und Silvia Droste-Lohmann, ebenfalls von der Baumschutzgruppe fügt hinzu: „Wir fordern seit Jahren transparente Bürgerinformation und die besteht NICHT darin, dass Dinge in den BV’s beschlossen werden und diese Sitzungen öffentlich sind und theoretisch (ein) jeder dorthin gehen kann. Dies ist einfach nicht praktikabel  wie durch die Empörung der Betroffenen immer wieder deutlich wird.  Die Themen – wie hier konkret Baumfällungen im Rahmen von Baumaßnahmen – sind per Internet nur sehr schwer und  nur nach stundenlanger Recherche und Durchsicht umfangreicher Sitzungsunterlagen festzustellen. Dies kann der normale, berufstätige Bürger mit familiären Verpflichtungen etc. nicht leisten und daher besteht ohne weitere konkrete Information keine wirkliche Transparenz.“
Schwer nachvollziehbar erscheint, warum hier im Vorhinein das Umfeld des neu entstehenden Areals entgrünt und damit der Wohnwert gemindert wird und zugleich für bereits Ansässige ein Teil ihrer Umgebung zerstört werden muss. Die Bäume dort waren straßenbildprägend. Architekten und Investoren sollten doch langsam aber sicher unter Berücksichtigung der Realumgebung soweit wie möglich baum- und naturerhaltend planen. Ein ökologisches Begleitverfahren muss Pflicht sein, aber nicht nur im Sinne von Ausgleichsmaßnahmen, sondern auch im Hinblick auf Erhalt. Dass in Zukunft ein Park das Herz erfreuen soll, ist nett, allerdings wird es noch Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte  dauern bis das neue Grün den alten Baumbestand ersetzen kann.
Bürger können über die Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensraumes, der durch das massive Fällen von Bäumen zutiefst beeinträchtigt wird, nur mitbestimmen, wenn sie in den Entscheidungsprozess vor einem politischen Beschluss einbezogen werden, ob in einer BV oder dem Rat der Stadt.  Die Beteiligung der Bevölkerung  oder sogar eine Einsicht in ein Bebauungsplanverfahren (B-Plan Verfahren) kann man vom „Otto Normalverbraucher“ allerdings nur erwarten, wenn er durch die Tageszeitungen ausreichend und konkret informiert wird.
Im Glasmacherviertel jedenfalls muss man sich mit dem „offensichtlich demokratisch herbeigeführten Beschluss“ – mit der Naturzerstörung – nun abfinden.

 

Pressemitteilung Glasmacherviertel
Gerresheimer Bürger und Bürgerinnen reagieren betroffen und empört auf die Fällaktion am ehemaligen Glashüttengelände, berichtet die Baumschutzgruppe Düsseldorf.  Andrea Vogelgesang, Sprecherin der aktiven Gruppe: „Wir als Baumschutzgruppe sind von der kompletten Rodung ebenso überrascht worden wie die Anwohner*innen rund um das neue Glasmacherviertel.“                                      So äußert eine Anwohnerin, dass sie regelrecht schockiert von der radikalen Entfernung der Bäume sei. Nicht ein einziger Baum sei stehengeblieben. Insbesondere die Fällung der Pappeln wird beklagt, die als historische Pflanzung zu verstehen sind, nämlich als grüne Trennwand zwischen der Arbeitersiedlung und der Glashütte, ganz zu schweigen von ihrer Funktion als Schattengeber, Feinstaubfilter und einfach als ein Stück Natur.  So äußert Andrea Vogelgesang: „Wir haben vor Jahren schon Kontakt zur Patrizia (Bauherr) aufgenommen. Man hat uns immer wieder hingehalten mit der Begründung, auf dem Areal stünden sowieso keine Bäume.“ Und Silvia Droste-Lohmann, ebenfalls von der Baumschutzgruppe fügt hinzu: „Wir fordern seit Jahren transparente Bürgerinformation und die besteht NICHT darin, dass Dinge in den BV’s beschlossen werden und diese Sitzungen öffentlich sind und theoretisch (ein) jeder dorthin gehen kann. Dies ist einfach nicht praktikabel  wie durch die Empörung der Betroffenen immer wieder deutlich wird.  Die Themen – wie hier konkret Baumfällungen im Rahmen von Baumaßnahmen – sind per Internet nur sehr schwer und  nur nach stundenlanger Recherche und Durchsicht umfangreicher Sitzungsunterlagen festzustellen. Dies kann der normale, berufstätige Bürger mit familiären Verpflichtungen etc. nicht leisten und daher besteht ohne weitere konkrete Information keine wirkliche Transparenz.“
Schwer nachvollziehbar erscheint, warum hier im Vorhinein das Umfeld des neu entstehenden Areals entgrünt und damit der Wohnwert gemindert wird und zugleich für bereits Ansässige ein Teil ihrer Umgebung zerstört werden muss. Die Bäume dort waren straßenbildprägend. Architekten und Investoren sollten doch langsam aber sicher unter Berücksichtigung der Realumgebung soweit wie möglich baum- und naturerhaltend planen. Ein ökologisches Begleitverfahren muss Pflicht sein, aber nicht nur im Sinne von Ausgleichsmaßnahmen, sondern auch im Hinblick auf Erhalt. Dass in Zukunft ein Park das Herz erfreuen soll, ist nett, allerdings wird es noch Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte  dauern bis das neue Grün den alten Baumbestand ersetzen kann.
Bürger können über die Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensraumes, der durch das massive Fällen von Bäumen zutiefst beeinträchtigt wird, nur mitbestimmen, wenn sie in den Entscheidungsprozess vor einem politischen Beschluss einbezogen werden, ob in einer BV oder dem Rat der Stadt.  Die Beteiligung der Bevölkerung  oder sogar eine Einsicht in ein Bebauungsplanverfahren (B-Plan Verfahren) kann man vom „Otto Normalverbraucher“ allerdings nur erwarten, wenn er durch die Tageszeitungen ausreichend und konkret informiert wird.
Im Glasmacherviertel jedenfalls muss man sich mit dem „offensichtlich demokratisch herbeigeführten Beschluss“ – mit der Naturzerstörung – nun abfinden.

 

 

 

Bitte unterschreiben und weiterleiten….

https://www.openpetition.de/petition/online/buerger-fuer-den-erhalt-von-450-baeumen-im-landschaftsschutzgebiet-des-aaper-waldes


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