Erfolgsgeschichten


Hier wollen wir Mut machen, sich für Bäume einzusetzen. Man kann mehr bewirken als man denkt.
Je mehr Menschen mitmachen, desto mehr kann bewegt werden. Bäume gehören zum Lebensumfeld und erhöhen die Wohnqualität. Fällungen sind ein massiver Eingriff und müssen nicht widerstandslos hingenommen werden. Wer einen Baum vor der eigenen Haustür gerettet hat, hat nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Umwelt einen Gefallen getan. Gerade in Anbetracht der immer heißer werdenden Sommer und des steigenden Stadtverkehrs ist der ökölogische Wert von Bäumen unersetzbar. Neupflanzungen reichen in ihrer Wirkung erst Jahrzehnte später an ihre alten Vorgänger heran.

We love trees – we need nature

 

Bäume sind mehr als Dekoration. Sie sind der Klimapartner Nr.1 der Menschen, allen Lebens auf der Welt. Jede lokale Veränderung führt zu globalen Veränderungen. Im Kleinen wie im Großen. Macht mit beim Umdenken – macht mit beim Bäume-Schützen: Ein Baum ist keine Straßenlaterne, die man wegnimmt und einfach ersetzt. Es dauert Jahrzehnte bis Nachpflanzungen in Größe und ökologischer Leistung an ihre Vorgänger heranreichen. Bei  Bauvorhaben, und davon gibt es immer mehr,  sollte in Zukunft der  Baumbestand viel mehr berücksichtigt, der Vorzug dem Architektenbüro gegeben werden,  das Bäume in seine Pläne integriert. Bau und Baum sollen sich nicht widersprechen.

Macht mit: Fragt nach, wenn Ihr von geplanten Baumfällungen erfahrt oder wenn schon die Sägt geht.

Organisiert Euch:  Schließt Euch zusammen, zeigt Initiative

Informiert Euch: Bei der Baumschutzgruppe Düsseldorf (baumschutzgruppe-duesseldorf.de), beim Gartenamt

Wir unterstützen Euch!

Wer aktiv wird, kann etwas bewirken!

 

Bäume am Jürgensplatz gerettet

Im Rahmen der Umbaumaßnahmen am Polizeipräsidium sollten 40 Bäume fallen und das bei einer Planung, die  mit einer „grünen Achse“ vom Schwanenspiegel  über den Jürgensplatz und zwischen dem Ministerium und dem Präsidium bis hin zum Rhein wirbt. Für den Ausgleich eines Höhenunterschiedes von 50cm zwischen Neusser Straße und Jürgensplatz und für ein Containerdorf, in das die Bediensteten des Polizeipräsidiums während der Bauphase untergebracht werden sollten, waren die Fällungen geplant.  Die Baumschutzgruppe Düsseldorf  hatte einen Pressetermin vor Ort organisiert mit Vertretern von Bündnis 90/Die Grünen, der Sprecherin des Bauträgers BLB und dem Sprecher des Polizeipräsidiums. In der Folge wurden die Planungen nochmals überdacht und die Bäume gerettet.
Über diese Aktion war auch die Öffentlichkeit in das Geschehen eingebunden worden. Vielen Menschen waren zuvor die Eingriffe in den Baumbestand für das Bauvorhaben nicht deutlich geworden (Mangelnde Transparenz).

 

Skurrile Geschichten

Machen Bäume Dreck?    Manche Hausmeister von großen Wohnkomplexen beantragen Fällgenehmigungen, weil ein Baum zu viel „Dreck“ macht, was  dann so viel bedeutet wie „der Baum wirft Laub ab“ – ein äußerst natürlicher Prozess. An dieser Stelle wollen wir zu einem Bewusstseinswandel beitragen: Luftverschmutzung und Feinstaub belasten Mensch und Natur, während die Bäume die Luft filtern.

 

Fallbeispiel Hinterhof – Kastanie

Eine alte Dame ist am Telefon. In ihrer Stimme liegen Empörung und Hilflosigkeit. Sie berichtet von einer wunderschönen alten Kastanie, die im Hinterhof ihres Hauses steht und nun gefällt werden soll, – offenbar ohne nachvollziehbaren Grund. In ihrer Not wendet sie sich an die Baumschutzgruppe Düsseldorf. In einem Gespräch mit der Anwohnerin kristallisiert sich heraus, dass es offenbar im Interesse des Hausmeisters liegt, den Baum zu entfernen und er deswegen einen Fällantrag gestellt hat. „Das kann doch nicht wahr sein, mitten in der Stadt, wo wir uns über jedes Blühen und Grünen freuen,“ sprudelt es aus der Holthausenerin heraus. Mit einem herabgefallenen Ast soll die angebliche Bruchgefahr des Baumes untermauert werden.Es gelingt, mit gezielten Anrufen beim Gartenamt zu erfahren, dass keine Fällgenehmigung vorliegt und der Baum gesund ist. So wird die Kastanie gerettet.

 

Fallbeispiel Bahndamm: Fällen während der Brut- und Schonzeit
An einem Bahndamm sollten mitten in der Brutzeit Bäume gefällt werden. Durch Intervention, auch mit Hilfe des Gartenamtes, konnten sie zwar nur teilweise gerettet werden. Die BaumschützerInnen haben es aber geschafft, dass die Bahn, die in diesem Fall Auftraggeber war, die Fällung zurückgestellt hat, bis die Brut- und Aufzuchtphase der Vögel vorüber war. Das unterstützende Engagement des Amtes war aber nur möglich, weil eine engagierte Bürgerin die Polizei und das Ordnungsamt einbezog und damit öffentlichen Druck erzeugte. Vorher bat sie die Mitarbeiter des beauftragten Gartenbaubetriebs, die Fällgenehmigung zu zeigen. Diese weigerten sich und machten sich sogar über das Ansinnen lustig. Daraufhin kündigte die Baumfreundin an, die Polizei zu rufen. Schon das reichte aus, den Fällvorgang zu stoppen. Als Polizei, Ordnungsamt und Gartenamt eintrafen, waren die Mitarbeiter spurlos verschwunden. Der Vertreter des Gartenamtes wies später die Bahn darauf hin, dass das Bundesnaturschutzgesetz einzuhalten sei, da keine unmittelbare Gefahr von den Bäumen ausging, die Verkehrssicherungspflicht in diesem Fall nicht aktuell herangezogen werden konnte. Erst im Herbst wurde dann in reduzierter Form Hand angelegt.