Aktionen und Projekte


 

WIR WOLLEN ABSCHIED NEHMEN – und zwar heute 4.4.2015 um 12.30 Uhr an der HEINRICHSTR./ECKE SYBELSTR.

Die Fällungen werden große Veränderungen nach sich ziehen, nicht nur im Straßenbild, sondern auch bei den Anwohnern dieser stark befahrenen Straße und allen Mnenschen, die hier täglich vorbeikommen.
Eine Abschiedszeremonie: Gedichte und Sprüche lesen etc. kann vielleicht helfen, sich auf die neue Situation einzustellen, soll aber auch ein Zeichen setzen, dass hier keine Straßendeko, sondern lebendige Bäume entfernt werden. Nur so kann man ein Bewusstsein im Umgang mit der Natur stärken, das nicht nur lokal wichtig ist, sondern weltweit. ELA und Niklas waren bestimmt nicht die letzten Stürme mit dieser Wucht. Es ist Zeit für einen Paradigmenwechsel, z.B. dass wir es uns nicht mehr leisten können vitale alte Bäume für Bauvorhaben zu opfern (lokal) und global, die Abholzungen wie in den Regenwäldern oder am Bopsporus etc. endlich zu beenden.
JEDER, DER MAG, IST HEUTE, 4.4. UM 12.30 UHR GERNE EINGELADEN; MITZUMACHEN, MIT VIELLEICHT EINEM EIGENEN KLEINEN BEITRAG – ODER EINFACH NUR STILL, UM DIESEN ALTEN BÄUMEN IEINE HOMMAGE ZU ERWEISEN.

Pressedienst
30 Hybridpappeln an der
Heinrichstraße müssen weichen
Bäume sind nicht mehr verkehrssicher/Weitere 36 Hybridpappeln müssen zurückgeschnitten werden
An der viel befahrenen Heinrichstraße müssen 30 nicht mehr verkehrssi¬chere Hybridpappeln gefällt werden. 36 weitere Hybridpappeln müssen stark zurückgeschnitten werden, um zu vermeiden, dass Menschen und Gegenstände zum Beispiel durch herabstürzende Äste zu Schaden kom¬men. Wie das Gartenamt mitteilt wird mit dem Rückschnitt am Diens¬tag, 7. April, und mit den Fällungen am Donnerstag, 9. April, begonnen. Dadurch kann es zu Verkehrsbehinderungen auf der Heinrichstraße be¬kommen. Fällungen und Schnitt werden durch Fachfirmen vorgenom¬men.

Der Baumgutachter Dr. Lothar Wessolly hatte zuvor die Bäume auf der Heinrichstraße, die durch den Pfingststurm Ela im vergangenen Jahr stark getroffen wurden, begutachtet. Das Gutachten besagt, dass von den noch stehenden 66 Hybridpappeln 30 Stück gefällt werden müssen, da die Bäume nicht mehr verkehrssicher sind. Die restlichen 36 Pappeln können durch einen starken Kronenrückschnitt zunächst erhalten wer¬den. Aus Verkehrssicherheitsgründen fordert das Gutachten auch für die dort stehenden Linden einen individuellen Kronenrückschnitt. Dieser wird nun mit umgesetzt. Das Gartenamt wird in der Folge in Abstim¬mung mit dem Gutachter einen Vorschlag für den Wiederaufbau der Heinrichstraße erarbeiten und am Dienstag, 28. April, in der Bezirksver¬tretung 2 und am Donnerstag, 29. April, in der Bezirksvertretung 6 vor¬stellen.

Hintergrund: Baumbestand Heinrichstraße
Die Heinrichstraße liegt im Düsseldorfer Stadtgebiet Düsseltal, zwischen ARAG Platz und der Graf-Recke-Straße. Sie ist eine exakt in Nord¬west/Südost Richtung verlaufende zweispurige Bundesstraße (B7) beid¬seitig des in nördlicher Richtung fließenden Kittelbaches. Der östliche Teil der Heinrichstraße liegt im Zuständigkeitsbereich der Bezirksver¬tretung 6 und der westliche Teil im Zuständigkeitsbereich der Bezirks¬vertretung 2. Es gibt zwei Haupt-Baumarten auf der Heinrichstraße. Die Silberlinden, die vom ARAG Platz bis zur Sybelstraße stehen und die Hybridpappeln die von der Sybelstraße bis zur Graf-Recke-Straße ste¬hen.

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Tag der Erde – ´Eine grüne Stadt für alle` 27. April 2014

Um den Tag der Erde zu begehen, kann man sich kaum einen besseren Ort vorstellen als das Ökotop Heerdt.

Die öffentliche Grünanlage vor Ort liegt im Bereich  naturnaher Freiräume mit einem Angebot unterschiedlicher Biotopentwicklungszellen (Wald, Wallhecken, Hochstaudenfluren, Magerwiesen, Feuchtbiotope), und Streuobstwiesen mit alten Obstsorten.

Im Nordwesten des Geländes liegen Biotope, die von Menschen nicht mehr betreten werden und Flora und Fauna freie Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Es gibt  sechzig Mietergärten, die naturnah bewirtschaftet werden und jeweils  zehn davon formieren sich um sechs Rundlinge.

Unter anderem präsentierte sich auch die Baumschutzgruppe Düsseldorf unter dem Motto ´StadtBÄUME FÜR LEBENSQUALITÄT´. ´Unser Anliegen, Bäume und die Natur zu schützen passt bestens zu den Intentionen des Ökotops,` betonen die Baumschützer.

Wolfgang Olsen betreut als Mitglied der Heerdter Initiative seit vielen Jahren die unterschiedlichsten Projekte am Tag der Erde. Dabei hat er mit Kindern die Erde schon mal  aus Lehm nach plastiziert, als Teil des Sonnensystems dargestellt oder mit schmelzendem Eis, den Kleinen die Situation an den Polkappen vor Augen geführt. In diesem Jahr ließ er die Erde förmlich hochgehen. Die Kinder durften mit Luftballons aus Latex und Kautschuk ihre Wünsche für eine grüne Stadt und die Erde in den Himmel aufsteigen lassen. Auch ein Wunsch der Baumschutzgruppe ging in die Luft. Er war folgendermaßen formuliert: Eine grüne Stadt für alle. Wir wünschen uns, dass keine gesunden Bäume mehr gefällt werden. Mal sehen, wo der Wind die Botschaft hinträgt.

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BÄUME PFLANZEN – BÄUME BEWAHREN

Pflanzung einer Esche und einer Hainbuche im Städtischen Rheinpark Golzheim am 11. April 2014 um 10.00 Uhr (auf der Höhe Golzheimer Platz)

 Für die Schüler der Klassen 6d der Hulda-Pankok-Gesamtschule und der 7 nb 2 der Realschule Golzheim fand der Unterricht am letzten Schultag unter freiem Himmel statt. Sie beteiligten sich nämlich im Rheinpark in Golzheim aktiv an der Pflanzung zweier Bäume, die die Baumschutzgruppe Düsseldorf und der Förderverein Wald am Rhein organisiert hatten. Da der 25. April, an dem – als Tag des Baumes -eigentlich gepflanzt wird, in diesem Jahr  in den Osterferien liegt, wurde der Termin ausnahmsweise vorgezogen. Denn die Beteiligung von Schülern ist den Organisatoren ein besonderes Anliegen. ´´Es ist uns wichtig, dass Heranwachsende einen respektvollen Bezug zur Natur entwickeln. Wenn man mit ihnen Bäume pflanzt, leistet man nicht nur einen ökologischen Beitrag, sondern pflanzt sozusagen auch  Achtsamkeit für Bäume in ihr Bewusstsein„, betonen die Baumschützer. Eine Gemeine Esche (fraxinus excelsior)  und eine Hainbuche(Carpinus betulus), die der Baumschutzgruppe im vergangenen Jahr von der Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Bärbel Höhn, als Geschenk überreicht worden war, fanden auf der Wiese am Rhein ihr neues Zuhause. Die Jungen und Mädchen bekamen übrigens tatkräftige Unterstützung beim Schaufeln von den OB Kandidaten Miriam Koch (Grüne) und Thomas Geisel (SPD). Zudem las die Baumlyrikerin Birgid Maren Vogel Gedichte und die Schüler referierten über wissenswerte Details der Hainbuche und der Esche, bevor sie naturfreundliche Wünsche in ihre Äste hängten. Dabei zeigte sich, dass sich die Jugendlichen längst der Bedeutung von Bäumen bewusst sind. Eine Schülerin zählte die unverzichtbaren Vorteile auf: Fotosynthese, Wasserspeicher, Aufenthaltsort für Tier und Mensch, Filter und Indikator, Symbiose von Flora und Fauna, Pilzen, Flechten und Mikroorganismen, Frucht- und Medizinlieferant. Und ein Klassenkamerad kommentierte dies mit dem Wunsch: ´´Ich möchte, dass keine Bäume mehr gefällt werden.„

In diesem Sinne betonten die Organisatoren einstimmig: ´´Baumpflanzung ist gut, Baumerhalt ist (noch)besser!„                                                                                                                       

MARTIN LUTHER PLATZ

  Die13 Bäume wurden in den Morgenstunden des 24. Februar 2014 am Martin Luther Platz trotz massiver  Einwände und Bedenken gefällt.

Kurz zuvor hatten noch zwei Protestaktionen vor Ort stattgefunden, am 10.2. (Menschenkette gegen Kettensäge) und am 22.2. (Fünf vor zwölf am Martin Luther Platz)

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In der Stadt werden  immer wieder Fällungen geplant oder durchgeführt, die im Vorfeld wenig transparent gemacht werden. Besonders brisant ist zur Zeit die Situation am Martin-Luther-Platz:

Wegen der geplanten Tiefgaragenerweiterung in den Schadowarkaden sollen 13 alte, satzungsgeschützte Bäume am Martin Luther Platz an der Johanneskirche gefällt werden.

Vor Ort haben wir die betroffenen Bäume mit kenntlich gemacht, um die Öffentlichkeit in ausreichender Weise über das Ausmaß der Folgen zu informieren. Am 22.6.  und am 31.8.2013 waren wir mit Infostand und Unterschriftensammlung aktiv, all dies im Austausch mit Vertretern der Kirche.

Außerdem haben wir uns auch an den Anregungs- und Beschwerdeausschuss der Stadt gewandt und bekamen einen Termin (25.9.2013) im Rathaus. Dabei konnten wir unser Anliegen, den Bau der Tiefgarage zugunsten der 13 satzungsgeschützten Bäume noch einmal zu überdenken,  im großen Plenum persönlich vorbringen. Es wurde nur knapp mit 10:9 Stimmen für den Bau der Tiefgarage gestimmt. Somit ist die Fällung der Bäume am Martin Luther Platz noch nicht vom Tisch.

Am 10.2.2014 fand um 17 Uhr auf dem Martin Luther Platz ein Flashmob statt. Dabei brachten Baumschützer und Vertreter verschiedener Organisationen und NGOs ihren Unmut gegenüber dem nach wie vor geplanten Erweiterungsbau der Tiefgarage zum Ausdruck. Occupy und Robin Wood beteiligten sich mit dem Anbringen von Transparenten. Die Stadt zeigt sich nach wie vor unbeeindruckt:        Trotz mangelnder Gutachten, trotz einer Vielzahl an Gegenstimmen, trotz ausreichend vorhandener Parkplätze in der Innenstadt.

Ohne Worte – Oberbürgermeister bleibt Antwort schuldig

Ohne Transparenz – Stadt entscheidet ohne Bürgerinfo

Ohne Einsicht – Trotz genügend Parkraum sollen für eine Tiefgarage 13 Bäume weichen

Ohne Vorsicht – Der Bau soll trotz Risse im Kirchengemäuer durchgezogen werden

 

Protokoll Beschwerdeausschuss 25.9.2013

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Grüner Brief 

Am 22. November 2012 fand die Podiumsdiskussion „Bürger für Bäume – Bäume für Bürger“ in Düsseldorf statt. Dabei tauschten sich Vertreter verschiedener Initiativen und Umweltverbände aus.  Es diskutierten  Horst Meister (BUND, Landesvorstand NRW),  Hans Dieter Wiesemann (Mitglied im Vorstand des Nabu Lippe, „Teutoburger Wald“), Prof. Klaus Eick („Wald am Rhein“, Agenda 21), Harald von der Stein (Netzwerk Bürger für Bäume), Thomas Eberhardt-Köster (Stellvertretender Leiter des GartenamtesDüsseldorf) und Andrea Vogelgesang (Sprecherin der Baumschutzgruppe Düsseldorf) unter der Moderation von Michael Brockerhoff (Rheinische Post). Der Fokus lag darauf, eine Lobby für das Lebewesen Baum zu schaffen, das  zunehmend der Wegwerfmentalität  unserer Gesellschaft zum Opfer fällt. Vielmehr sollten der ökologische Wert und die Faszination alter Bäume, die mittlerweile zur generellen Mangelware geworden sind,  in den Blickpunkt rücken. Durch Nachpflanzungen sind sie so schnell nicht zu ersetzen.
Die Anregungen der anwesenden Bürger wurden gesammelt, in einem „Grünen Brief“ zusammengefasst und der Umweltdezernentin Helga Stulgies stellvertretend für den Oberbürgermeister Elbers überrreicht
                                

 Grüner Brief

 

Andere Projekte/Termine in der Vergangenheit:

19.11.2013: Beitrag zur Diskussion zur weiteren Planung des Bauabschnitts Köbogen II

11.11.2013: Gespräch mit Vertretern aus der Leitung des Gartenamtes sowie Mitarbeitern des Planungsamtes, Planungs- und des Umweltdezernates (Thema: Paradigmenwechsel – Berücksichtigung des Baumbestandes bei Bauvorhaben)

8. Oktober 2013: Begehung des LVR-Klinikgeländes in Grafenberg (ca. 180 Fällungen wegen Klinikerweiterung geplant)

25.9.2013: Vorsprache im Anregungs- und Beschwerdeausschuss bzgl. der Bäume am Martin-Luther-Platz

15.9.2013: Stand am Weltkindertag

31.08.2013:   Informationsveranstaltung am Martin-Luther-Platz mit Kunstperformance und Musik

17.7.2013: Begehung des Geländes Heerdter Krankenhaus  (ca. 140 Baumfällungen sind wegen Baumaßnahmen geplant, Höherlegung des gesamten Baugeländes)

3.7.2013: Gespräch mit Umweltdezernentin Helga Stulgies, Gartenamtsleiterin Doris Törkel zum Grünen Brief im Nachgang zur Podiumsdiskussion „Bürger für Bäume – Bäume für Bürger“ (vom 22.11.2012)

22.6.2013: Protestaktion am Martin-Luther-Platz mit Bündnis90/Die Grünen (Infostand und Unterschriftensammlung)

25.4.2013: Baumpflanzung mit dem Gartenamt im Lantzschen Park

25.3.2013: Pressetermin gemeinsam mit Bündnis90/Die Grünen wegen Baumfällungen, insbesondere einer über 100jährigen Platane, für einen Parkplatz auf dem Gelände der Unikliniken

24.2.2013: Teilnahme am Trauermarsch über den Tausendfüßler mit Protestschild gegen zu viele Baumfällungen in Zusammenhang mit dem Bau des Kö-Bogens

19.12.2012: Protestaktion mit Anbringung großformatiger Transparente mit Hilfe von Robin Wood am Martin-Luther-Platz/Tausendfüßler

22.11.2012: Pressetermin an Giradetbrücke wegen geplanter evtl. Fällung von zwei Kö – Platanen wegen Sanierung des denkmalgeschützten Geländers

22.11.2012: Podiumsdiskussion  „Bürger für Bäume – Bäume für Bürger“ mit den Baumexperten: Prof. Dr. Klaus Eick (Wald am Rhein/FachforumII Lokale Agenda), Harald von der Stein (Netzwerk Bürger für Bäume), Horst Meister ( Vorsitzender BUND,  Thomas Eberhard-Köster (Gartenamt), Hans Dieter Wiesemann (Rettet den Teutoburger Wald), Moderation:  Michael Brockerhoff (Rheinische Post)

Oktober 2011: Protest gegen die Schließung der Hofgartenpassage/Zerschneidung des Hofgartens

April 2012:  Baumpflanzung mit dem Gartenamt, der Integrativen Kindertagesstätte Brinkmannstraße und Schulklassen des Grünen Klassenzimmers im Volksgarten
April 2011: Baumpflanzung mit dem Gartenamt und dem Umweltamt im Zoopark

 

 

Außerdem haben wir eine Laubkehraktion mit Schülern der Waldorfschule Düsseldorf an einer Kastanie im Diepenpark durchgeführt, um das von der Miniermotte befallene Laub zu entfernen.