Aktuelles/Termine


 

Es weihnachtet – nachhaltig und stimmungsvoll

Die Kiefer am Fürstenplatz, genannt  „Fürsti“, wurde am 3.12. – feierlich geschmückt – zum wiederholten Male zum “Lebenden Weihnachtsbaum”. Familien mit Kindern,  AnwohnerInnen und Spaziergänger waren zum diesjährigen Einläuten der Adventszeit gekommen, “himmlische” Unterstützung mit Gesang gab es auch….

                         

Mit dem Engagement von Elfi Caba, Ursula Struwe und Dieter Sawalis für die Verbindung von Tradition und Nachhaltigkeit gibt es nun schon hier vor Ort und in zwei weiteren  Stadtteilen seit mehreren Jahren “The happiest christmastrees”, die weihnachtliche Freude schenken und das ganze Jahr über Mensch und Tier erhalten bleiben.

Lebende Weihnachtsbäume – Nachhaltig durch die Adventszeit

                  

 

Lebende Weihnachtsbäume
Am Eingang vom Zoopark, direkt gegenüber des kleinen Cafés steht das ganze Jahr eine Eibe, eigentlich recht unscheinbar. Aber in der Adventszeit verwandelt sie sich in einen “Lebenden Weihnachtsbaum”. Genauer gesagt, viele fleißige Kinderhände sorgen dafür. Sie hängen selbstgebastelten nachhaltigen Schmuck – Girlanden aus zerschnittenen Tetraverpackungen, Sterne aus Korken, CDs oder mit Kronkorken beklebte Kugeln aus Altpapier –  am Donnerstag vor dem ersten Advent (23.11.2022) in die Zweige. “Diese Idee gefällt uns sehr”, erzählen zwei ältere Damen, die täglich hier  vorbeikommen. “Früher wurde immer ein Baum aufgestellt und nach Weihnachten abtransportiert, das ist doch schade.”
Zum zweiten Mal in Folge läutet die Baumschutzgruppe Düsseldorf mit ihrer Initiative “Lebende Weihnachtsbäume” mit der Unterstützung von SchülerInnen die Adventszeit nun hier am Parkeingang ein, es ist aber schon das sechste Jahr, in dem die Initiative umgesetzt wird. Die Eibe löst eine stattliche Zeder 100 Meter weiter in der Grünanlage ab, mit der 2017 die Aktion eingeläutet wurde. Sie wuchs und gedieh über die Jahre so stark, dass das Anbringen einer Lichterkette in ihrem üppigen Nadelkleid immer schwieriger wurde, deshalb der neue Standort, der zudem auch vom Platz her gut einsehbar ist. “Es werden all die Jahre so viele gefällte große Tannen im Stadtgebiet aufgestellt, vitale und stattliche Bäume, die nach den Feiertagen entsorgt werden”, sagt Andrea Vogelgesang von der Baumschutzgruppe. “Aber es geht doch anders, so wie man an diesem Beispiel sieht. Wir hoffen einfach, dass  unsere Idee von den Menschen und der Politik auch an anderen Stellen realisiert wird – ein praktischer und einfacher Beitrag zum Ressourcenschutz.”
Auch in der Beleuchtung gibt es in diesem Jahr eine Neuerung: “Wir haben eine Lichterkette aus kleinen LED Lampen mit Sonnenpanel verbunden angebracht, die ohne Ressourcenverbrauch durch die Weihnachtszeit leuchtet, und zwar so lange, wie die Kraft der Sonne in den Wintermonaten reicht –  garantiert ohne fossile Energie”, berichtet Anja Leonhard, die auch die SchülerInnen betreut. Und Uli Schürfeld fügt hinzu: “Damit setzen wir auch ein Zeichen für die Situation der Menschen in der Ukraine, die dieses Jahr ohne  Licht und mit vielen Sorgen durch die Feiertage kommen müssen.” 

 

Weitere Standorte von Lebenden Weihnachtsbäumen in Düsseldorf sind am Fürstenplatz eine Kiefer, genannt  „Fürsti“, deren feierliches Schmücken die Anwohner alljährlich gemeinsam mit der Baumschutzgruppe organisieren, eine Zeder am Vagedesplatz und zum erstem Mal in diesem Jahr in Oberkassel auf der linksrheinischen Seite eine Coloradotanne, die mit Unterstützung der Grünen in der Bezirksvertretung und des Gartenamtes extra zu diesem Zweck gepflanzt wurde.

Deren feierliche Einweihung fand am Freitag vor dem ersten Advent, dem 25. November 2022 um 17 Uhr in unmittelbarer Nachbarschaft des Hallenbades Rheinblick 741 statt.

Erster Lebender Weihnachtsbaum auf der linksrheinischen Seite in Oberkassel 

“Stadt für Menschen statt für Autos”

ParkingDay am 16. September 

 

 

Unter dem Motto “Stadt für Menschen statt für Autos” fand der diesjährige ParkingDay am 16.9. statt. Dabei wurden unter anderem auf der Kö Parkplätze temporär in öffentliche Aufenthaltsorte verwandelt.
Wir als Baumschutzgruppe waren auch dabei und gestalteten mit dem schönen “Tilly-Baum” eine Fläche, die sonst PKW einnehmen, in eine grüne Oase um. 
Es gab viele interessante Gespräche, aus denen klar hervorging, wie viele Menschen sich mehr Aufenthaltsräume und damit -qualität in der Stadt wünschen.
 
Gegensätzlicher könnten die Begriffe kaum sein, auch wenn sie im Wortlaut identisch sind: Ein Park bietet mit Bäumen, Wiesen und Gewässern gute Luft, Abstand und Erholung vom hektischen Stadtleben.

Parkplätze hingegen vereinnahmen genau den Raum, wo eigentlich auch ein Stück Natur, sei es in Form von Bäumen oder Sträuchern, im urbanen Raum wachsen könnte.

Autos und Bäume –  ein scheinbar unüberwindliches Spannungsfeld, denn mit steigender Zahl an PKW  (ob mit Verbrennungsmotor oder elektronisch betrieben) geht ein immenser Platzbedarf einher. Die meisten Bäume fallen bei Bauprojekten für Tiefgaragen oder Parkraum.

Dabei spielen sie eine bedeutende Rolle für die Gesundheit und Aufenthaltsqualität von Mensch und Tier und auch für die Stadtnatur. 

Mit den immer heißer und länger werdenden Sommermonaten liegt ein Wandel auf der Hand. Das Leben in der Stadt kann nur mit Schatten – und Feuchtigkeit spendenden Großbäumen erträglich bleiben. Sie brauchen Platz und den Willen zum Erhalt, denn Neupflanzungen sind auf Jahrzehnte kein adäquater Ersatz, zumal viele erst gar nicht gedeihen. 

Deshalb fordern wir, dass Mobilität endlich anders gedacht und umgesetzt wird.  Alternativen mit ÖPNV und Fahrrad gibt es genügend.

Politiker müssen diesen dringlichen Belang endlich durchsetzen!

 Aufenthalts- und Grünraum anstatt Platz fürs Parken

 

 

 

Vennhausen – Wie viel Natur wird die Renaturierung bringen?

 

 

                        

 

 

Für die Renaturierung der Düssel sollen ab der nächsten Woche zwischen Sandträger Weg und Kamper Weg alle dort stehenden 51 Pappeln gefällt werden – mitten in der Brut- und Schonzeit.

Grund genug für die Baumschutzgruppe Düsseldorf, sich das Ganze in seinem Noch-Ist-Zustand anzuschauen. 

Zunächst führt der Weg von Gerresheim kommend über den ersten fertiggestellten Teilabschnitt bis zum Sandträger Weg.  Man sieht die sich schlängelnde südliche Düssel inmitten hochstehender Gräser und Stauden, in denen neu gepflanzte Jungbäume stehen. Von den dort einst gefällten Bäumen sind die Wurzelstöcke  geblieben, davon treiben einige zart wieder Äste aus, so zum Beispiel eine Erle, die dort schon vor der “Renaturierung” stand.

Schon hier stellt sich die Frage, warum konnte der Altbaumbestand nicht in dieses wertvolle Projekt eines natürlichen Laufs der Düssel integriert werden.  Die kleinen Nachpflanzungen kämpfen ums Überleben, einige sind schon vertrocknet.

Erst vor wenigen Tagen war in der Presse von Stephan Pauleit, Professor für Landschaftsentwicklung an der TU München  zu lesen, dass die Stadt “Bäume, Bäume, Bäume” brauche und sie einen großen Effekt erzielen und ein Großbaum eine Leistung von bis zu zehn Klimaanlagen erreichen würde. 

Es wird auch immer wieder darauf hingewiesen, dass nicht junge kleine, sondern alte große Bäume einen besonderen Beitrag leisten und es sie zu pflegen und erhalten gelte. Nicht zuletzt wegen ihres Beitrages zu unserem Ökosystems, als Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleintiere.

Der nun anvisierte zweite Teilabschnitt erscheint wie Natur pur. Man bewegt sich unter einem hohen rauschenden Blätterdach, in heißen Sommertagen die perfekte Klimaanlage! Bei der nächsten Hitzewelle werden sie fehlen, aber nicht nur dann, denn der Weg wird im ganzen Jahr rege von SpaziergängerInnen genutzt. 

Mit der kompletten Fällung aller großen Pappeln ist es fraglich, ob eine Renaturierung gelingen kann, da wie im ersten Teilabschnitt zu beobachten, die Neuanpflanzung ohne den Schatten der Altbäume nur schwer gedeihen. Es wäre daher auch für den Erfolg des angestrebten Hochwasserschutz und einer strukturreichen Uferbepflanzung von Wichtigkeit, Bereiche mit großen schattenspendenden Pappeln zu belassen.

 

                                 

 

Bei einer Veranstaltung der Lokalen Agenda Düsseldorf im November letzten Jahres fasste der Vertreter des Gartenamtes richtig zusammen, um was es heute für eine lebenswerte Stadt gehe: “Es geht um jeden Baum”, so Herr Pasch. 

Und abgesehen davon lässt sich nicht nachvollziehen, dass noch mitten in der Brut- und Schonzeit mit dem rigorosen Schnitt begonnen und etlichen Kleintieren ihr Habitat genommen wird. Dass zwei Pappeln im Sturm umgekippt sind, begründet per se solch ein Vorgehen nicht, mit Kronenschnitt und Pflege wäre diese gewachsene Natur und auf Jahrzehnte nicht zu ersetzende Phytomasse durchaus – auch mit Sicherheit für SpaziergängerInnen und AnwohnerInnen – zu erhalten. 

Es kann nicht sein, dass eine Maßnahme für die Natur auf der anderen Seite so viel Natur unwiederbringlich zerstört.

Klimahauptstadt geht anders.                                                       

 

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Baumerhalt Wohnbauprojekt Grafental Ost mit einem Schulneubau am Heinzelmännchen

 

                

 

Nicht nur der lokalen, sondern auch der überregionalen Presse ist zu entnehmen, dass sich die Muttergesellschaft des Düsseldorfer Immobilienentwicklers, der Grafental GmbH & Co. KG, die Adler Group S.A. in arger finanzieller Bedrängnis befindet, so dass mit einer Insolvenz der Verkauf der Grundstücke bald im Raume steht. In Düsseldorf sind dabei die großen Projekte Grand Central und das Glasmacherviertel im Fokus, bei denen unverständlicherweise schon vor Jahren alle Grünstrukturen beseitigt wurden. Der angekündigte Baubeginn als Grund für das Roden der Bäume wurde allerdings bis heute von Jahr zu Jahr verschoben.  

 

Neben diesen zwei großen Entwicklungsflächen gibt es das kleinere Wohnbauprojekt Grafental Ost mit einem Schulneubau am Heinzelmännchenweg.

 

Die Baumschutzgruppe Düsseldorf setzt sich seit vielen Jahren schon für den Erhalt der Bestandsbäume und der unversiegelten Grünfläche vor Ort ein, die nach Abriss der Kleingartenhäuser noch geblieben sind. Zuletzt nahmen wir mit dem Planungsdezernat Kontakt auf, um darauf hinzuweisen, dass der Stadt mit dem Erwerb, der noch zu bebauenden Wohnbaufläche von der Adler-Group-Tochter Grafental GmbH die Möglichkeit eröffnet wird, sowohl seltene Nadelbäume, ein Ahornwäldchen und große Apfel- und Kirschenbäume auf der Fläche zu erhalten, als auch den für den Schulneubau notwendigen Zugewinn an Platz zu nutzen.
Allen Fraktionen im Stadtrat und weiteren Entscheidern ging dieser Vorschlag zur Kenntnisnahme zu.

Da noch nicht mit der Bebauung weiterer vier- oder fünfstöckiger Wohngebäude an das angrenzende Grundstück der Siedlung Grafental begonnen wurde, bietet sich mit der neuen Situation die Möglichkeit, dieses Grundstück nach Ablösung durch die Stadt, dort mit den fertigen Plänen für ein Gymnasium zu bebauen.

Somit könnte das Gebiet der ehemaligen Kleingärten hervorragend als Schulgarten mit den gewachsenen Bäumen, genutzt werden.

Damit könnte das von der Stadt genannte Projekt “Schulhöfe sollen in blühende Insektenwiesen und naturnahe Flächen umgewandelt werden” beispielhaft auf einer Fläche verwirklicht werden, wo erst gar nicht Beton- oder Steinböden abgetragen werden müssten.

 

https://www.duesseldorf.de/index.php?id=700021325&tx_pld_frontpage%5Bnews%5D=33446

 

Das Stück Natur ist schon vor Ort gewachsen – ein Schulstandort mit einem ökologischen und nachhaltigen Anspruch. Außerdem würde dies der unumgänglichen Wichtigkeit von Bäumen und unversiegelten Grundstücken gerade angesichts der immer heißer werdenden Sommer gerecht werden.   

Die Baumschutzgruppe appelliert aus diesen Gründen wiederholt, die Planungen am Heinzelmännchenweg unbedingt zu prüfen und die Möglichkeit, neu zu gestalten und für alle eine in mehrfacher Hinsicht bessere und ökologisch wertvolle Gestaltung umzusetzen.

 

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Zum Schutz der Großbäume – Offener Brief

… an die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Klara Geywitz und  die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, Ina Scharrenbach. Die Baumschutzgruppe Düsseldorf hat sich in einem offenen Brief an die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Klara Geywitz und  die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, Ina Scharrenbach gewandt, um wichtige Forderungen für den Baumerhalt vorzutragen. 

Im Zuge der rasanten Stadtentwicklung mit den zahlreichen Bauverfahren kommt es zu einem kontinuierlichen Verlust unzähliger wertvoller Großbäume, der fortlaufend zunimmt. So werden auch Flächen an Parkrändern unwiederbringlich zerstört. Vorgegebene Neupflanzungen werden dann nicht vor Ort durchgeführt, sodass es in der Endbilanz zu einer stetigen Verringerung der Phytomasse in den zunehmend versiegelten Innenstädten mit den entsprechenden ökologische Folgen kommt.
Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Klimakrise eine der größten zu bewältigenden Herausforderungen unserer Zeit darstellt und die Großbäume uns dabei helfen können die damit verbundenen Auswirkungen zu mildern. 

Gefordert wird, dass Landes- und Bundesministerien eine empfehlende Vorgabe oder Verordnung erteilen, wonach der Erhalt von Großbäumen zukünftig vorrangig bewertet und ihr Erhalt unerlässliche Voraussetzung bei der Vergabe von Baurecht wird.

Auf eine Änderung dieser Vorgaben im Baugesetzbuch zu warten, würde viel zu lange dauern und bei der raschen Entwicklung in den urbanen Räumen, den wichtigen Schutz der Bäume auf viele Jahre verzögern.

Mehr Einzelheiten sind der Pdf  Baumerhalt vorrangige Voraussetzung bei Vergabe von Baurecht  zu entnehmen. 

Es bleibt zu hoffen, dass im Endspurt des Wahlkampfes hier im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands die Adressaten sich richtig positionieren und sich alsbald an die Arbeit zur Lösung dieses uns alle betreffenden Problems machen.

Bitte (alle NRW BewohnerInnen von Euch) fordert, Eure LandtagskandidatInnen vor der Wahl am 15. Mai zu einer Stellungnahme dieser Forderung auf.

 
 
 
 
 

 

                               

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Brief der Baumschutzgruppe an die Mitglieder des neu gewählten Stadtrates vor der ersten Sitzung 

Stadtklima – Baumschutz schont Ressourcen

Sehr geehrte Mitglieder des neugewählten Stadtrates in Düsseldorf,

zunächst möchte die Baumschutzgruppe Düsseldorf Ihnen gratulieren und großen Respekt vor der herausfordernden Aufgabe aussprechen, in den kommenden Jahren verantwortungsvoll mit den Ressourcen der Stadtgesellschaft umzugehen, die Sie bei jeder Entscheidung einzubeziehen haben und die auch in fairer Diskussion außerhalb des Parlamentes zu bewältigen ist.

Mehr denn je zuvor steht bei allen Erwägungen das Klima im Vordergrund.

Bei unseren langjährigen Bemühungen die Entscheider*innen der Stadt immer wieder an den wesentlichen Beitrag von Großbäumen zu erinnern, gehen wir auch regelmäßig an die Öffentlichkeit und sind daher in Düsseldorf mittlerweile bekannt.

Daher wenden sich immer mehr Menschen bei beabsichtigten Baumfällungen in ihrer Umgebung mit der Bitte um Unterstützung und Hilfe an uns. Diese Anfragen nehmen zu und wir versuchen im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen.
Die Sorge um den Baumerhalt zieht immer weitere Kreise in der Düsseldorfer Bevölkerung und auch über die Stadtgrenzen hinaus.
Die Umgestaltung der Stadt ist im vollen Gange und wird zukünftig an Dynamik und Umfang noch zunehmen. Mittlerweile ist der Grünanteil in der Innenstadt bereits erheblich geschrumpft und die wenigen noch vorhandenen Großbäume sollten vorrangigen Schutz genießen. Um die Bürger*innen bei  der weiteren Entwicklung der Stadt in zukunftsweisender und angemessener Form mitzunehmen, ist es vorzugsweise wichtig, bei jeglichen Planungen den Baumerhalt in den Vordergrund zu stellen, zumal die oft gepriesenen Nachpflanzungen aus ökologischer Sicht  auf viele Jahre/ Jahrzehnte keinen Ersatz schaffen. Zudem werden die Kompensationen meist in weit entlegenen Außenbezirken durchgeführt. 

Insofern muss Planern oder Investoren endlich der Baumerhalt  vor Ort zur Vorgabe bei Ausschreibungen gemacht und Bewohner*innen müssen mit ihren Eingaben gehört und ernst genommen werden.

Besonders Großbäume sind Garanten für ein gutes Stadtklima: sie erhalten unsere Luft gesund und sorgen in heißen Sommern für ausreichende Luftfeuchtigkeit und Schatten. Zudem sind sie mit Blick auf das Gemeinwohl ein wesentlicher Faktor für eine gute Lebens- und Aufenthaltsqualität.
So sollte der Schutz des Baumbestandes in der kommenden Legislaturperiode des Rates höchste Priorität genießen. Dementsprechend würden auch Anzahl und Stärke der uns erreichenden „Beschwerden“ über das Vorgehen gegenüber den Bäumen abnehmen.

Finanzielle Erwägungen

Da die Coronakrise erhebliche fiskalische Folgen für den Haushalt der Stadt haben wird, ist zu befürchten, dass für den Erhalt oder sogar Ausbau der klimatisch wichtigen Grünstrukturen in der Stadt kaum finanzielle Ressourcen zu Verfügung gestellt werden können.

Von daher weisen wir darauf hin, dass der Erhalt von Bäumen auch weitaus kostengünstiger ist, als entsprechend zahlreiche Neupflanzungen mit vergleichbarer Blattmasse.

Zusätzliche Pflanzungen von Bäumen sind (über Nachpflanzungen nach Fällungen hinaus) insbesondere dort von größter Wichtigkeit, wo heute kaum Grünstrukturen in den Quartieren vorhanden sind.

Die Düsseldorfer Innenstadt braucht also einerseits unbedingt den Schutz der vorhandenen Bäume und darüber hinaus viel mehr Neupflanzungen an jedem erdenklichen Ort.

Verantwortliche Klimapolitik stellt Natur- und Baumerhalt an die erste Stelle. Erst dann wird ein wichtiger Beitrag in der aktuell so dringlichen Klimasituation geleistet.

Auf diese Erwägungen möchten wir Sie unsererseits gerne am Anfang Ihrer Tätigkeit im neugewählten Rat der Stadt hinweisen.

Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen bei allen Entscheidungen und natürlich für eine baumfreundliche Stadtgestaltung mit einer Bürger*innenbeteiligung, die Ihren Namen zu Recht hat bei der Mitbestimmung in der Stadtgesellschaft.

Mit freundlichen und baumerhaltenen Grüßen

Andrea Vogelgesang

Silvia Droste-Lohmann

im Namen der Baumschutzgruppe Düsseldorf

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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